Das Nationaltheater öffnete den Vorhang für Aufführungen mit einer Premiere, die nicht nur unterhalten, sondern auch das bürgerliche Gewissen wecken soll.
Die Satire-Kabarett-Komödie „24 Stunden aus dem Leben eines Wählers“ kam am Dienstagabend erstmals an die Öffentlichkeit und brachte einen scharfen Überblick über die albanische Realität zwischen Humor, Ironie und Reflexion auf die Bühne.
Unter der Leitung von Driada Dervish baut das Werk eine Erzählung auf, die über einen einzigen Tag hinausgeht, einen 24-Stunden-Zeitraum, der etwa 35 Jahre albanischen Übergangs symbolisiert. Von den ersten Minuten an wird das Publikum mit der wesentlichen Frage konfrontiert. Welches Gewicht hat die Abstimmung und wie kommt es oft dazu, dass sie unreflektiert zur Gewohnheit wird?
„Es kommt als 24-Stunden-Sprint, aber er umfasst wahrscheinlich 35 Jahre. Es ist ein Tag, der vielen Tagen unserer Mitbürger ähnelt. Die Themen sind provokativ und ich möchte, dass jeder die Fehler des Alltags in sich selbst sieht“, sagte Dervishi.
Der Humor dieser Show ist weder leichtfertig noch oberflächlich. Die Charaktere wechseln von einer Rolle in die andere und bringen Situationen mit sich, die jedem bekannt vorkommen, der das albanische Alltagsleben, Kaffeegespräche, Beziehungen zur Macht, Enttäuschung und wiederholte Hoffnung verfolgt.
Eine herausragende Rolle ist die der Zamira Kita, die mit ihren charakteristischen Farben dem Publikum die Geschichte auf der Bühne noch näher bringt.
„Die Rolle passt mir sehr gut, sie ist eine Korsarin, daher kommen die Witze von selbst. Sie werden lachen, sie werden Spaß haben, aber vor allem werden sie den Finger auf den Kopf legen“, sagte Kita.
„24 Stunden aus dem Leben eines Wählers“ erfordert keinen sofortigen Applaus, sondern einen Gedanken, der einen auch nach dem Verlassen des Saals begleitet. Das Stück wird weiterhin bis zum 18. Januar jeden Abend um 20:00 Uhr auf der Bühne des Nationaltheaters in der Nähe von ArTurbina für die Öffentlichkeit aufgeführt.
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