In den letzten 24 Stunden passierten fünf Schiffe die Straße von Hormus

In den letzten 24 Stunden passierten fünf Schiffe die Straße von Hormus


Den Schifffahrtsdaten zufolge sind in den letzten 24 Stunden mindestens fünf Schiffe durch die Straße von Hormus gefahren. Diese Entwicklung deutet auf vorsichtige Schritte hin zur Wiederaufnahme des Verkehrs an diesem wichtigen Punkt des globalen Energiehandels hin.

Unter den Schiffen, die die Meerenge passierten, befanden sich drei Öltanker unter omanischem Management, ein französisches Containerschiff und ein japanisches Schiff für Flüssigerdgas (LNG).

Diese Entwicklung hängt mit der Politik Irans zusammen, der erklärt hat, dass er nur die Durchfahrt von Schiffen aus Ländern zulassen wird, die er als „nicht feindselig“ einstuft. Teheran schloss Ende Februar die Straße von Hormus, nachdem die USA und Israel Angriffe auf den Iran gestartet hatten, wodurch der Seeverkehr in der Region völlig lahmgelegt wurde.

Die globalen Öl- und Rohstoffmärkte verfolgen aufmerksam alle Anzeichen einer Rückkehr zur Normalität in diesem strategischen Korridor, nachdem die vorherige Blockade die Schifffahrt fast vollständig zum Erliegen gebracht hatte. Obwohl es einigen Schiffen in den ersten Wochen der Krise gelang, auszulaufen, wurde der Verkehr anschließend vollständig eingestellt.

Ein Containerschiff des französischen Unternehmens CMA CGM überquerte am Donnerstag die Meerenge, am selben Tag, an dem der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, dass nur diplomatische Bemühungen und nicht eine militärische Intervention zur Wiedereröffnung von Hormus führen könnten. Vor dem Einlaufen in iranische Gewässer hatte das Schiff sein Ziel im AIS-System auf „Eigentümer Frankreich“ geändert, um seine Nationalität anzuzeigen.

Den Daten zufolge schalteten einige der Schiffe während der Passage ihre Identifikationssignale ab, nachdem sie vom Überwachungsradar verschwunden waren.

Unterdessen verließen am Donnerstag zwei Supertanker und ein LNG-Schiff unter der Leitung der Oman Shipping Company den Golf. Das japanische Unternehmen Mitsui OSK Lines bestätigte, dass der LNG-Tanker „Sohar“, an dessen Miteigentum er beteiligt war, die Meerenge überquert hat und damit das erste japanische Schiff und das erste seiner Art war, das das Gebiet seit Beginn des Konflikts verlassen hat. Das Schiff war zum Zeitpunkt der Durchfahrt unbeladen.

Die Situation bleibt jedoch angespannt: Nach Angaben japanischer Behörden liegen bis heute Morgen noch etwa 45 japanische Schiffe in der Region fest.

Unter den Schiffen, die früher auslaufen konnten, befanden sich ein LPG-Tanker der Firma Mitsui unter indischer Flagge sowie ein großes Gastransportschiff unter panamaischer Flagge, das für China bestimmt war.

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