Alleinstehende oder Verheiratete, die stärker von Depressionen betroffen sind

Alleinstehende oder Verheiratete, die stärker von Depressionen betroffen sind


Die psychische Gesundheit ist ein Thema von großer Bedeutung, das für die Gesellschaft von Tag zu Tag zunimmt, da Millionen von Menschen auf der ganzen Welt mit Depressionen konfrontiert sind.

Aktuellen Forschungsergebnissen zufolge spielt der Familienstand eine wichtige Rolle für die Wahrscheinlichkeit, depressive Symptome zu entwickeln.

Experten gehen davon aus, dass Menschen, die nicht verheiratet sind, mit einer besorgniserregenden Rate von 80 % häufiger unter solchen Symptomen leiden als verheiratete Personen.

Die Studie wurde von Forschern der Macau Polytechnic University durchgeführt, die Daten von mehr als 100.000 Teilnehmern aus sieben Ländern analysierten. Die Teilnehmer wurden etwa 18 Jahre lang beobachtet, wobei die Forscher den Zusammenhang zwischen Familienstand und dem Auftreten depressiver Symptome dokumentierten.

Für Geschiedene und Getrennte stieg die erhöhte Wahrscheinlichkeit auf 99 %, während Witwen einem um 64 % höheren Risiko ausgesetzt waren. Interessanterweise hatten alleinstehende Teilnehmer in westlichen Ländern wie dem Vereinigten Königreich ein höheres Risiko für Depressionen als alleinstehende Teilnehmer in östlichen Ländern. Männer und Menschen mit einem hohen Bildungsniveau, die nicht verheiratet waren, waren anfälliger für Depressionen.

In einem Versuch, diese Ergebnisse zu interpretieren, argumentierten die Forscher, dass verheiratete Menschen wahrscheinlich eine bessere soziale und finanzielle Unterstützung genießen, was teilweise die geringere Depressionsrate in dieser Gruppe erklärt. Das Zusammenleben mit einem Partner schafft oft ein unterstützendes Umfeld, in dem die Ehepartner sich gegenseitig dabei unterstützen, die psychische Gesundheit des anderen zu stärken.

Laut der Studie „bietet die Ehe die Grundlage für eine stabilere finanzielle Situation und eine bessere tägliche Gemeinschaft, Elemente, die die Entwicklung von Depressionssymptomen verhindern können“. Ein unterstützendes Umfeld kann auch dazu beitragen, den Stress und die Schwierigkeiten des Alltags besser zu bewältigen und so die Wahrscheinlichkeit einer Depression zu verringern.

Allerdings unterstützt diese Forschung nicht, dass die Ehe das ultimative „Heilmittel“ gegen Depressionen ist, aber in manchen Fällen bietet sie soziale und finanzielle Unterstützung, die die psychische Gesundheit schützen kann. Es sollte bedacht werden, dass die psychische Gesundheit mehrdimensional ist und nicht nur von der Ehe abhängt.

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