Anti-Drogen-Einsatz in Tirana, offizielle Ankündigung der SPAK: 10 Festgenommene, 7 Albaner und 3 Ausländer! Wie die kriminelle Gruppe vorging

Anti-Drogen-Einsatz in Tirana, offizielle Ankündigung der SPAK: 10 Festgenommene, 7 Albaner und 3 Ausländer! Wie die kriminelle Gruppe vorging


Die Sonderstaatsanwaltschaft hat eine offizielle Ankündigung zu der am Vortag in Tirana durchgeführten Anti-Drogen-Operation herausgegeben.

Die im Jahr 2023 eingeleitete Untersuchung deckte ein internationales Handelsnetzwerk mit Betäubungsmitteln vom Typ „Kokain“ aus lateinamerikanischen Ländern auf, die kontaminiert und dann in Albanien und auf dem europäischen Markt verarbeitet und geschmuggelt wurden.

Sieben Personen albanischer Herkunft und drei Bürger Lateinamerikas wurden festgenommen, während ein hochmodernes Labor zur Kokainverarbeitung im Dorf Qerekë, Fushë Krujë, entdeckt und beschlagnahmt wurde.

Ebenso seien Hilfseinrichtungen in Tirana und Durrës identifiziert worden, teilt SPAK mit.

Bei der Aktion wurden erhebliche Mengen an Rohmaterial, in dem mutmaßlich Betäubungsmittel vermischt und versteckt wurden, Kokainmengen, chemische Mischungen, spezielle Gegenstände zum Verstecken von Drogen, Laborgeräte, Geldbeträge und für kriminelle Aktivitäten verwendete Transportmittel beschlagnahmt.

Diese über mehr als ein Jahr dauernden intensiven Ermittlungen wurden vollständig von den Staatsanwälten der Sonderstaatsanwaltschaft und den Ermittlern des BKH geleitet, die ein breites Spektrum spezieller Ermittlungstechniken einsetzten. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen und ausländischen Strafverfolgungsbehörden war der Schlüssel zum Fortschritt dieser wichtigen Operation gegen den internationalen Drogenhandel.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um:

Albanischer Staatsbürger:

GS, 42 Jahre alt, wohnhaft in Tirana
KB, 40 Jahre alt, wohnhaft in Tirana
A.Ç., 37 Jahre alt, wohnhaft in Tirana
ES, 25 Jahre alt, wohnhaft in Kruja
Aldi-Frau, 37 Jahre alt, wohnhaft in Tirana
IA, 51 Jahre alt, wohnhaft in Shkodër
BH, 57 Jahre alt, wohnhaft in Durrës

Ausländische Staatsangehörige:

HLN, 41 Jahre alt, kolumbianischer Staatsbürger
JRV, 35 Jahre alt, venezolanischer Staatsbürger
SAS, 42 Jahre alt, venezolanischer Staatsbürger

Zu den beschlagnahmten Beweismitteln gehören:

Im September und November 2024 aus Lateinamerika importiertes Rohmaterial von 48 Tonnen (ca. 850 Rinderhäute), in dem vermutlich Betäubungsmittel versteckt sind;
6,1 kg verdächtiges Kokain;

36.270 Euro, 357.046 neue Leks und 57 Millionen kolumbianische Pesos (ca. 12.200 Euro);

89,5 kg Feststoffmischer und 50 kg flüssige Lösung zur Herstellung von Kokain;

Geräte zur Einrichtung von Laboren, wie Pressen, Düsen, Glasröhren, chemische Präparate, Mikrowellen, Verpackungsbeutel und Wärmelampen;

22 Mobiltelefone, 2 Laptops, 7 Bankkarten und 17 SIM-Karten;
3 Fahrzeuge verschiedener Marken und weitere wichtige Dokumente.

Typologie der kriminellen Gruppe

Aus den Ermittlungsdaten geht hervor, dass diese Gruppe als internationales kriminelles Netzwerk fungiert und mit kriminellen Organisationen in Lateinamerika zusammenarbeitet, um Kokain nach Albanien und in Länder der Europäischen Union zu schmuggeln. Vor Ort nutzten sie ein Labor und Nebeneinrichtungen, um die Droge aus „gesalzener Rinderhaut“ zu extrahieren und sie zu verarbeiten, bevor sie auf die vorgesehenen Märkte gebracht wurde. Die Struktur der Gruppe umfasste Staatsangehörige aus mehreren Städten des Landes mit klar definierten Rollen, darunter Finanziers, Transporteure, Verarbeiter und Händler.

Dieses Netzwerk zeichnete sich durch eine effiziente Zusammenarbeit zwischen erfahrenen ausländischen Experten und gut organisierten lokalen Elementen aus und schuf einen funktionalen und mehrdimensionalen Mechanismus krimineller Aktivitäten.

Einer der besonderen Aspekte dieses Netzwerks war die Einbindung von Experten aus Lateinamerika. Die Kolumbianer und Venezolaner, die für ihr umfassendes Fachwissen im Umgang und in der Verarbeitung von Kokain bekannt sind, waren die „Experten“, die den technischen Erfolg der Operation garantierten. Ihre Fähigkeit, Kokain aus organischen Materialien wie „Rinderhäuten“ zu extrahieren, verwandelte die Rohdroge in ein fertiges, hochwertiges Produkt für den albanischen und europäischen Markt. Diese Zusammenarbeit zeigt nicht nur die internationale Größe der Gruppe, sondern auch ihre Absicht, auf einem hohen Organisationsniveau zu agieren und fortschrittliche Technologie in der Arzneimittelverarbeitung einzusetzen.

Das in Qereke in Fushë Krujë eingerichtete Labor und die Hilfseinrichtungen in Tirana und Durrës befanden sich an strategischen Punkten der nationalen Infrastruktur. In der Nähe des größten Flughafens des Landes und des Hafens von Durrës erschwerten diese Gebiete die Überwachung aus der Luft durch die Strafverfolgungsbehörden und erleichterten wiederum den schnellen Transport von Drogen und chemischen Verbindungen, wodurch ein schneller Zugang zu nationalen und internationalen Märkten gewährleistet wurde. Die Auswahl dieser Standorte zeigt deutlich eine sorgfältige Planung, bei der die Nähe zu wichtigen nationalen Logistikzentren ein Schlüsselfaktor für den ununterbrochenen Betrieb dieses kriminellen Netzwerks war.

Das Netzwerk arbeitete synchronisiert, wobei jede Verbindung detailliert definiert war. Ausländische Experten konzentrierten sich auf technische Verarbeitungsprozesse und nutzten ihre Fähigkeiten, um Laboratorien für die Arzneimittelverarbeitung einzurichten. Unterdessen stellten albanische Finanziers Investitionen, Ausrüstung und chemische Komponenten bereit. Transporteure und örtliche Verarbeiter trugen dazu bei, den sicheren Transport von Medikamenten und Ausrüstung zu gewährleisten, während die Händler die Aufgabe hatten, die Medikamente in die für sie vorgesehenen Märkte zu bringen.

Die große Summe, die zur Finanzierung dieser Tätigkeit zur Verfügung gestellt wurde, sowie die technische Ausstattung und die Mittel zur Drogenverarbeitung weisen auf den hohen Organisationsgrad und die finanziellen Ressourcen dieser kriminellen Gruppe hin.

In der bisherigen internen Analyse dieser Ermittlungen betrachtet der Leiter der Sonderstaatsanwaltschaft, Altin Dumani, dies als einen Schlüsselmoment im Kampf gegen die organisierte Kriminalität in Albanien:

„Diese Untersuchung ist ein klarer Beweis dafür, dass SPAK sich für die Verfolgung und den Angriff auf kriminelle Netzwerke einsetzt, die die Sicherheit und Gerechtigkeit in unserem Land bedrohen.“ Der bisherige Erfolg dieses Strafverfahrens zeigt, dass internationale Zusammenarbeit und inländische Expertise der Schlüssel zu konkreten Ergebnissen sind.“

Unterdessen betonte der Staatsanwalt des Falles, Adnan Xholi, wie wichtig es sei, spezielle Ermittlungsinstrumente zur Aufdeckung dieses Netzwerks einzusetzen:

„Diese Untersuchung hat uns ein neues und komplexes Muster des internationalen Drogenhandels gezeigt, bei dem ausländisches Fachwissen mit lokalen Elementen kombiniert wird, um ein integriertes Kriminalitätssystem aufzubauen.“ „Der Angriff auf dieses Netzwerk ist ein starkes Signal an alle, die glauben, ungestraft agieren zu können“, betonte er./vizionplus.tv

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