Das Interview von Antonela Berisha in der Sendung „Goca dhe Gra“ des Senders Top Channel hat heftige Reaktionen in der Öffentlichkeit hervorgerufen und es als Unterstützung für die Gewalttat beschrieben, die sie und ihre Schwester Mariela gegen Klea Prenga ausüben. Antonelas Aussagen wie „Ich war am falschen Ort und zur falschen Zeit“ und „Ich habe große Unterstützung von meinen Followern erhalten“ wurden heftig kritisiert und galten als unzureichende Rechtfertigung für die im Video gezeigte Gewalt. Diese Reaktion wird dadurch verstärkt, dass es sich bei dem Angriff auf Klea um einen echten Gewaltakt handelte und nicht um einen „gewöhnlichen Kampf“, wie Antonela ihn beschreibt.
Klea Prenga veröffentlichte nach dem Interview eine Erklärung, in der sie behauptete, dass die Berisha-Schwestern sie nie um Vergebung gebeten hätten. Unterdessen betonte Xhilda Luzi, Moderatorin der Sendung, dass die Verantwortung für die Schaffung solcher Charaktere bei der Öffentlichkeit liege und dass die Gewalttat nicht unterstützt werde, fügte jedoch hinzu, dass dies Antonela nicht daran hindere, interviewt zu werden. Die Entschuldigung für das erste Opfer, Klea Prenga, hat sie in diesem Fall nie erwähnt.
Dann macht eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens die Öffentlichkeit. Das Fernsehen hat auch anderen Individuen Raum gegeben, aber das Publikum hat daraus eine Figur gemacht! Wie wir ihn in eine Figur verwandeln, lag auch in der Verantwortung der Öffentlichkeit, nicht nur der Medien, denn Sie geben die Klicks! Sobald Sie ihn als Charakter erschaffen haben und es zu einer solchen Gewalttat kommt, hat die betreffende Person die moralische Verpflichtung, von der Öffentlichkeit, die sie erschaffen hat, eine Entschuldigung und Aufklärung einzuholen! Die Öffentlichkeit hat das Recht, Aufklärung von denjenigen zu verlangen, die dazu beigetragen haben, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu werden. Aber er muss auch über die Verantwortung nachdenken, die er bei ihrer Schaffung trägt.
Sobald Sie ihn als Charakter erschaffen haben und es zu einer solchen Gewalttat kommt, hat die betreffende Person die moralische Verpflichtung, von der Öffentlichkeit, die sie erschaffen hat, eine Entschuldigung und Aufklärung einzuholen! Die gesetzliche Verpflichtung wird in den zuständigen Gremien wahrgenommen. Solange wir als Programm transparent damit umgehen, das Ereignis nicht verheimlichen oder rechtfertigen, bedeutet das nicht, dass wir die Gewalttat unterstützen. Denn ein Journalist/Moderator kann einen Mörder interviewen, das heißt aber nicht, dass er die Tat unterstützt!
Wie Sie diese im Fernsehen übertragene Veranstaltung handhaben und präsentieren, um der Öffentlichkeit Ihre Version zu vermitteln, lag ausschließlich in Ihrer Verantwortung und persönlichen Entscheidung, in die wir uns als Programm nicht einmischen! Natürlich liegt es auch in der Verantwortung jedes Moderators, der unabhängig von persönlichen Meinungen professionell sein muss! Die Öffentlichkeit hat eine Erklärung und eine Entschuldigung verdient! Sie möchten klären, warum sie sich trennen und warum sie sich verbinden, und halten es nicht für sinnvoll, über ein ernstes Ereignis zu sprechen?!
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