Bundeskanzler Olaf Scholz hat syrischen Flüchtlingen zugesichert, dass gut integrierte Einwohner auch nach dem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad weiterhin in Deutschland bleiben und arbeiten können.
„Wer gut integriert ist, in Deutschland studiert, in Deutschland arbeitet, wer Deutsch spricht, kann bleiben, auch wenn sich die Verhältnisse in der Heimat verändert haben“, so Scholz.
Diese Bemerkungen machte die deutsche Bundeskanzlerin am Ende des EU-Gipfels, der gestern in Brüssel stattfand, wo die Staats- und Regierungschefs über Syrien, mögliche diplomatische Beziehungen mit der neuen Regierung in Damaskus und die laufende Debatte über die Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat diskutierten in Europa.
Die sozialdemokratische Kanzlerin kritisierte rechte europäische Parteien dafür, dass sie nach dem Sturz Assads übereilte Kampagnen zur Rückführung syrischer Flüchtlinge gestartet hätten.
Er betonte, dass die politische Lage in Syrien weiterhin ungewiss sei.
„Die anhaltende Diskussion über die Rückkehr syrischer Staatsbürger, die in unseren Ländern Zuflucht gesucht haben, erscheint mir ziemlich seltsam … denn niemand kann jetzt sicher sein, ob sie zurückkehren können.“ Aber natürlich gibt es viele, die zurückkehren wollen, wenn sich die Lage entspannt. Wir werden sie dann unterstützen und dies ermöglichen“, so Scholz.
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