Der Betreiber des nordmazedonischen Stromübertragungssystems (MEPSO) hat den Vertrag mit dem bosnischen Energieunternehmen Energoinvest über den Bau einer 400-kV-Stromverbindung von Manastir bis zur Grenze zu Albanien gekündigt.
Die Vertragsbeendigung wurde durch die Nichterfüllung der Verpflichtungen des Auftragnehmers verursacht und die Aufforderungen zur Zahlung zusätzlicher Zahlungen führten zur Vertragsbeendigung.
Der Vertrag mit Energoinvest wurde am 7. Februar 2020 vereinbart und beinhaltete eine Bauzeit von 30 Monaten.
„Die Frist ist am 30. Mai 2023 abgelaufen“, heißt es im MEPSO-Kommuniqué.
Nach Angaben der Regierung Nordmazedoniens erfolgte die Entscheidung, den Vertrag zu kündigen, nachdem mehrere Versuche gescheitert waren, mit dem Energieunternehmen neu zu verhandeln und eine Einigung zu erzielen.
Er sagte, dass die Kündigung des Vertrags tatsächlich „den Beginn der Fertigstellung des Projekts darstellt, die für MEPSO und die Regierung oberste Priorität hat“, und betonte, dass die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Projekts bereits im Gange seien.
„Für die Auswahl eines neuen Auftragnehmers, der den Bau wieder aufnimmt, wird ein neues Ausschreibungsverfahren gemäß den EBWE-Richtlinien eingeleitet.“ Die erfolgreiche Umsetzung dieser Verbindung bleibt eine Priorität für den nordmazedonischen Stromübertragungsnetzbetreiber, da sie die regionale Energiestabilität und -integration stärken würde, was erhebliche Vorteile für Nordmazedonien, Albanien und die Region insgesamt mit sich bringen würde.“
Die Verbindungsleitung zwischen Albanien und Nordmazedonien erhöht die albanischen Übertragungskapazitäten um 1500 Megawatt/Stunde.
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