Der Immobilienmarkt in Albanien, der Experte: Der Sender ist gefälscht, eine Explosion wird für 2026 erwartet

Der Immobilienmarkt in Albanien, der Experte: Der Sender ist gefälscht, eine Explosion wird für 2026 erwartet


In einem Interview in der Sendung „Pro Business“ von TV Klan beleuchtet Reinaldo Pipiria, Geschäftsführer des Immobilienverbands „NAREA“, den aktuellen Stand und die Trends des Immobilienmarktes in Albanien und bietet einen Ausblick auf die Zukunft.

Pipiria wies die Idee einer Stagnation des Marktes kategorisch zurück und erklärte, dass es sich bei dem, was als Abschwächung wahrgenommen werde, tatsächlich um eine Wartephase handele. Ihm zufolge ist die Hauptursache für diese offensichtliche Verlangsamung der Transaktionen das Warten auf den Abschluss des Immobilienneubewertungsprozesses.

Er erklärte, dass derzeit auf dem Markt hauptsächlich Kaufverträge unterzeichnet würden, also Vereinbarungen, die Anfang 2026 nach Abschluss der Neubewertung in die Praxis umgesetzt würden. Pipiria räumte ein, dass die hohen Preise, die manchmal in den sozialen Medien angezeigt werden, einen psychologischen Effekt haben können, betonte jedoch, dass sie nicht die allgemeine Marktrealität widerspiegeln.

Als Reaktion auf das Interesse an ausländischen Investitionen bestätigte Pipiria einen erheblichen Zufluss und schätzt, dass rund ein Drittel aller ausländischen Investitionen in Albanien in den Immobiliensektor fließen. Er betonte, dass die Hauptinvestitionen derzeit aus Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien sowie aus amerikanischen Fonds stammen und dass ihr Hauptaugenmerk weiterhin auf die Entwicklung in Küstengebieten gelegt werde. Pipiria wies jedoch auf das ungenutzte Potenzial der Berggebiete hin und nannte insbesondere Theth und Valbona als vielversprechende Ziele für große Investitionsprojekte in der Zukunft.

Als Pipiria gebeten wurde, sich zu Nachrichten zu äußern, nach denen Tirana teurer sei als andere regionale Hauptstädte wie Belgrad und Zagreb, nannte Pipiria diese Vergleiche vage und basierte oft auf Quellen wie Numbeo, die nicht ganz transparent seien. Unter Berufung auf internationale Quellen wie „Global Property Guide“ und „Delo Property Index“ zeichnete er ein anderes Bild und zeigte, dass der durchschnittliche Preis für Neubauten in Tirana etwa 2.000 Euro pro Quadratmeter beträgt, während er in Zagreb 2.917 Euro und in Belgrad etwa 2.436 Euro erreicht.

Pipiria betonte, dass er nicht leugne, dass Tirana teuer sei, lehnte jedoch die Darstellung eines verzerrten Bildes des gesamten Marktes ab, das nur auf den Preisen der hochwertigsten Gebiete basiert. Eine größere Sorge sah er in der Diskrepanz zwischen den hohen Preisen und der Qualität der Bauten, die oft nicht den Standards entsprechen.

Für Familien, die ihr erstes Eigenheim kaufen möchten, bot Pipiria klare und praktische Ratschläge. Er ermutigte sie zum Kauf, wenn sie Möglichkeiten zur Bankfinanzierung finden, vorausgesetzt, dass die monatliche Kreditrate 25-30 % des gesamten Familieneinkommens nicht übersteigt und die Kreditlaufzeit in den meisten Fällen zwischen 15 und 20 Jahren liegt. Er empfahl, nach Projekten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu suchen, die oft außerhalb der absolut zentralen Bereiche liegen, beispielsweise entlang des neuen Boulevards oder im Yzberish-Viertel.

Mit Blick auf die Zukunft prognostizierte Pipiria eine neue Dynamik des Marktes und eine „Explosion“ der Aktivität im Jahr 2026, nach Abschluss der Neubewertung. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Nachfrage aufgrund der geostrategischen Lage Albaniens als Tor für Investitionen aus der Region und der arabischen Welt stabil bleiben werde.

Die größte Herausforderung und Chance für die Zukunft sah Pipiria in der Sanierung und Revitalisierung der Bestandsimmobilie, insbesondere der Altbauten in Tirana. Er schlug die Schaffung innovativer öffentlich-privater Partnerschaftsmechanismen vor, um den Wiederaufbau dieser Einrichtungen zu erleichtern. Dieser Prozess würde das Leben der Bewohner verbessern, die Energieeffizienz steigern und Mittel der Europäischen Union anziehen und so zu einer nachhaltigeren Entwicklung des Marktes und der Stadt insgesamt beitragen.

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