Weder das Erdbeben von 2019 noch die anderen anhaltenden seismischen Erschütterungen oder die alarmierende Situation mit den Bränden im Sommer reichten aus, um die Albaner auf die Sicherung ihres Eigentums aufmerksam zu machen. Obwohl unser Land sehr anfällig für Naturkatastrophen ist, vor allem durch Überschwemmungen, dann Brände und Erdbeben, herrscht beim Eigentumsschutz weiterhin eine hohe Toleranz.
Laut einem Bericht des Verlags Xprimm für das erste Halbjahr ist Albanien das einzige Land in Mittel- und Südosteuropa, das im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 einen Rückgang der Sachversicherungsprämien verzeichnet. Allerdings ist das Verhältnis dieses Produkts im Vergleich zu anderen Versicherungsprodukten nicht so tief wie das anderer Länder in der Region.
Konkret machen Immobilien 13 % des Versicherungsmarktes in Albanien aus, während der Durchschnitt für die Länder Mittel- und Südosteuropas bei 16 % liegt, bezogen auf Zahlen von Xprimm nur für die ersten sechs Monate des Jahres.
Montenegro und Albanien melden den niedrigsten Wert der gebuchten Bruttoprämien für Sachversicherungen, während für Kosovo keine Daten vorliegen.
Andererseits zeigen die neuesten Daten der Finanzaufsichtsbehörde für den Zeitraum Januar bis Oktober einen Anstieg der Sachversicherungsprämien um 4 % und belaufen sich somit auf 2,4 Milliarden ALL.
Auch wenn der Preis der Prämien nicht sehr hoch ist, belasten in einer kleinen Volkswirtschaft wie der unseren die Kosten für die Kfz-Versicherung und dann für die Sachversicherung neben vielen anderen Ausgaben jeden Einzelnen schwer. Der Staat gilt als einzige Rettung.
Das Finanzministerium hat vor einigen Monaten einen Gesetzesentwurf zur öffentlichen Vernehmlassung vorgelegt, der die Versicherung von Wohnungen gegen Erdbeben verpflichtend vorschreibt. Ziel ist es, das Risikomanagementsystem in Albanien zu verbessern, einen besseren finanziellen Schutz der Bürger zu gewährleisten und die Steuerbelastung des Staatshaushalts nach Katastrophenereignissen zu verringern./scan/
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