Mit der neuen Grundsteuerreform wird sich die Gebühr am tatsächlichen Marktwert der Immobilie orientieren

Mit der neuen Grundsteuerreform wird sich die Gebühr am tatsächlichen Marktwert der Immobilie orientieren


In Albanien geht eine der wichtigsten Steuerreformen des Jahrzehnts, die neue Immobiliensteuer, in die letzte Phase. Das Projekt „ProTax Albania“ ermöglicht erstmals eine Besteuerung nach dem tatsächlichen Marktwert und nicht nach den alten Preisen, ein System, das zu Ungerechtigkeit und minimalen Einnahmen für die Kommunen geführt hat.

Alle Zahlungen gehen direkt an die Gemeinde. Das Ziel ist klar: Steigerung des lokalen Einkommens, mehr lokale Investitionen und mehr Dienstleistungen für die Bürger, von der öffentlichen Beleuchtung bis hin zu Straßen und Grünflächen.

„Um die Einnahmen der Kommunalverwaltung zu steigern, ist die Grundsteuer das wichtigste Instrument. Es wird mit einer erheblichen Steigerung der lokalen Einnahmen gerechnet, die von den Kommunen verwaltet werden, um den Bürgern bessere Dienstleistungen zu bieten“, sagte der Minister für Kommunalverwaltung Ervin Demo.

Die Reform zielt darauf ab, ein veraltetes System zu ersetzen, das nicht mehr der Realität des Marktes entsprach. Jahrelang betrugen die Grundsteuereinnahmen in Albanien nur 0,3 % des BIP, dreimal weniger als in den Nachbarländern. Das Finanzministerium schätzt, dass das Einkommen bis 2030 1 % des BIP erreichen wird und damit den Richtlinien der Europäischen Union näher kommt

„Ziel ist es, eine gerechte Immobilienbesteuerung zu gewährleisten und die Kommunen bei der Steuererhebung zu stärken. Wir haben ein einzigartiges System und ein funktionierendes Kataster geschaffen. Damit die Grundsteuer das beitragsstärkste Instrument für die Kommunen ist, sollte sie nicht nur als Finanzierungsquelle, sondern auch als öffentliche Investition und Wohlfahrt für die Bürger betrachtet werden. Im Jahr 2026 wird erwartet, dass allein aus dieser Steuer 10 Milliarden ALL oder 100 Millionen Euro eingenommen werden“, sagte Finanzminister Petrit Malay.

2026 und 2027 werden Übergangsjahre sein. Dies bedeutet, dass die Bürger nicht sofort mit der vollen Gebühr rechnen müssen. Die Kommunen haben Zeit, sich in das neue Katastersystem zu integrieren, während die Marktbewertung schrittweise erfolgen wird.

Im Jahr 2028 soll die Reform voraussichtlich in allen Gemeinden vollständig umgesetzt sein./vizionplus.tv

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