Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte: „Wir leben nicht im Krieg, aber wir leben auch nicht mehr im Frieden“ und beschrieb eine „große tektonische Verschiebung“ der politischen und wirtschaftlichen Machtzentren und nicht nur „Schwankungen“ in den guten Beziehungen zwischen Staaten.
Er bezeichnete Deutschland als „einen Fall der Erneuerung“ und verwies auf die inneren Herausforderungen seines Landes.
Auf dem CSU-Parteitag in München fügte Merz hinzu, dass die Ära der „Pax Americana“ vorbei sei und Nostalgie den Deutschen nicht helfen werde.
„Die Amerikaner vertreten ihre Interessen jetzt mit großer Kraft, und deshalb müssen wir dasselbe für unsere Interessen tun“, sagte er.
Zur Ukraine und der Bedeutung ihrer weiteren Unterstützung betonte die Kanzlerin: „Wir leben nicht im Krieg, aber wir leben auch nicht mehr allein im Frieden“ und erinnerte daran, dass diese Situation im Mai 2014 mit der Annexion der Krim durch Russland begonnen habe.
Er warnte, dass Putin, wenn er in die Ukraine einmarschieren würde, nicht dort stehen bleiben, sondern die Europäische Union ins Visier nehmen würde. Merz nannte vier oberste Prioritäten: Unterstützung der Ukraine so lange wie nötig, Zusammenhalt innerhalb der EU und der NATO sowie massive Investitionen in die deutsche Verteidigungsfähigkeit.
Merz wandte sich an die jungen Deutschen und erwähnte den Militärdienst. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sie bereit sind, dem Land zu dienen.
„Dieses Land bietet viele Möglichkeiten, mehr als die meisten anderen Länder. Aber wir wollen von Ihnen einen Beitrag, damit dieses Land im Geiste der Freiheit in die Zukunft geführt wird“, sagte er und betonte, dass der Dienst zunächst freiwillig sei, sich aber bei Bedarf ändern könne.
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