Was Senioren über Kalzium und Vitamin D wissen müssen

Was Senioren über Kalzium und Vitamin D wissen müssen


Mit zunehmendem Alter wird die Knochengesundheit immer wichtiger, da der Körper allmählich Knochenmasse verliert. Dies macht ältere Menschen anfälliger für Brüche, insbesondere im Bereich der Hüfte, der Wirbelsäule und der Gelenke. Calcium und Vitamin D spielen eine wesentliche Rolle für den Erhalt der Knochenstärke und einer normalen Muskelfunktion und sind daher ab dem 50. Lebensjahr besonders wichtig.

Kalzium ist der Hauptmineralstoff, der die Knochen aufbaut und stärkt, während Vitamin D dem Körper hilft, Kalzium aus der Nahrung aufzunehmen und effizient zu nutzen. Ohne ausreichende Mengen an Vitamin D, selbst wenn die Nahrung Kalzium enthält, kann der Körper es nicht richtig aufnehmen, wodurch es weniger vorteilhaft für die Knochengesundheit ist.

Im Laufe der Jahre beschleunigt sich der Knochenschwund. Frauen verlieren während und nach den Wechseljahren schneller an Knochendichte, während dieser Prozess bei Männern typischerweise erst nach dem 50. Lebensjahr auftritt. Dieser allmähliche Rückgang erhöht das Risiko von Osteoporose und Frakturen erheblich, was die Unabhängigkeit und Lebensqualität älterer Menschen ernsthaft beeinträchtigen kann.

Experten empfehlen, dass Frauen über 51 und Männer über 71 etwa 1.200 Milligramm Kalzium pro Tag zu sich nehmen, während Männer zwischen 51 und 70 etwa 1.000 Milligramm benötigen. Was Vitamin D betrifft, benötigen Erwachsene über 50 etwa 15 Mikrogramm pro Tag, während ab dem 70. Lebensjahr eine höhere Menge empfohlen wird, etwa 20 Mikrogramm pro Tag.

Kalzium kann leicht aus Lebensmitteln wie Milch, Joghurt, Käse und anderen Milchprodukten gewonnen werden, während Vitamin D in fettem Fisch, Eiern und angereicherten Lebensmitteln enthalten ist. Außerdem produziert der Körper Vitamin D auf natürliche Weise durch Sonneneinstrahlung, doch bei älteren Menschen ist dieser Prozess oft weniger effizient, insbesondere in den Wintermonaten.

Nicht alle Senioren benötigen Nahrungsergänzungsmittel. Viele Menschen schaffen es, über die tägliche Ernährung ausreichend Kalzium aufzunehmen. Deckt die Nahrung den Tagesbedarf jedoch nicht, können Ärzte mäßig dosierte Nahrungsergänzungsmittel empfehlen. Sogar Vitamin D wird häufig als Ergänzung eingenommen, insbesondere in Gegenden, in denen die Sonneneinstrahlung begrenzt ist.

Experten warnen jedoch, dass die Einnahme zu vieler Nahrungsergänzungsmittel nicht immer vorteilhaft ist. Sehr hohe Mengen an Kalzium können das Risiko für Nierensteine ​​erhöhen, während hohe Dosen von Vitamin D keinen zusätzlichen Nutzen gezeigt haben und in einigen Fällen mit einem höheren Sturzrisiko verbunden sein können.

Neben Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln spielt körperliche Aktivität eine sehr wichtige Rolle für die Erhaltung der Knochengesundheit. Übungen, die Gewichtsbelastung und Muskelstärkung umfassen, tragen dazu bei, die Knochendichte aufrechtzuerhalten und das Gleichgewicht zu verbessern, wodurch das Sturzrisiko bei älteren Erwachsenen verringert wird.

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