Wenn wir an Bäume denken, denken wir normalerweise an sie als Grünpflanzen, die die Luft reinigen und die Landschaft verschönern. Aber die Wissenschaft sagt uns, dass es sich dabei um stille Bibliotheken der Umweltgeschichte handelt, in denen wertvolle Daten gespeichert sind.
Forscher nutzen Wachstumsringe von Bäumen, um besser zu verstehen, wie sich Grundwasser und Wassersysteme im Laufe der Zeit verändert haben, insbesondere in Regionen wie dem Mittleren Westen der USA, wo es oft an offiziellen Aufzeichnungen über Klima und Wasser über lange Zeiträume mangelt.
Jeder Kreis am Stamm eines Baumes ist ein Zeichen für das Wachstum eines Jahres. Auch die Breite und Dichte dieser Kreise spiegeln die klimatischen Bedingungen dieser Zeit wider: Jahre mit reichlich Regen hinterlassen breitere Kreise, während Dürreperioden als engere Kreise erscheinen. Durch die Analyse dieser Muster können Forscher eine Chronik von Regen- und Trockenperioden rekonstruieren, lange bevor es moderne Messgeräte gab.
Die kürzlich auf dem Treffen der American Geophysical Union in New Orleans vorgestellte Forschung konzentriert sich auf Bäume, die in der Nähe von Flüssen und Bächen im Mittleren Westen wachsen und bemerkenswert auf Veränderungen in der Wasserversorgung reagieren. Anhand von Proben aus Gebieten, in denen historische Wasseraufzeichnungen spärlich sind, wie etwa dem Old Woman Creek State Nature Preserve in der Nähe des Eriesees in Ohio, analysierten die Forscher drei Baumarten und verglichen die Ringbreiten mit bestehenden Klimaaufzeichnungen.
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