In seiner traditionellen Weihnachtsbotschaft konzentrierte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf Hoffnung, Gemeinschaft und Verantwortung in Zeiten globaler Krisen.
Er sagte, Weihnachten sei nicht nur ein Feiertag, sondern auch ein Symbol der Hoffnung, eines „Lichts, das in der Dunkelheit scheint“.
Dunkelheit kann Steinmeier zufolge als persönliche Krankheit, Verlust, Einsamkeit, Angst vor der Zukunft, aber auch in sozialer Hinsicht wie Kriege und internationale Krisen verstanden werden. Gerade in diesen dunklen Zeiten seien Solidarität und bürgerschaftliches Engagement eine Quelle der Hoffnung.
Mit Blick auf die Herausforderungen, vor denen der Kontinent steht, rief er zur europäischen Solidarität auf: „Lasst uns gemeinsam unsere Stärken und Werte wieder bewusst machen und entsprechend handeln.“
Solidarität endet nicht an nationalen Grenzen
Er betonte, dass die Solidarität nicht an den Landesgrenzen Halt mache, und bezog sich dabei direkt auf die Ukraine. Steinmeier betonte, dass die europäischen Grundwerte, gegen die Russland in der Ukraine kämpft, nicht verhandelbar seien: „Wir haben im Laufe der Jahrhunderte gelernt, wie wichtig, ja notwendig Freiheit und Menschenwürde, gerechter Frieden und demokratische Selbstbestimmung sind“, sagte der Präsident. „Wir geben weder für uns selbst noch für unsere Partner und Freunde auf.“
Steinmeier beendete seine traditionelle Rede mit einem Aufruf zum Handeln: „Wir brauchen den Mut, immer wieder neu anzufangen.“ „Wir brauchen Mut für die großen Dinge, die wir uns als Gesellschaft vornehmen – und für die kleinen Dinge, bei denen jeder von uns sein Bestes gibt.“/DW
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