Das Gericht von Thessaloniki hat zwei ehemalige Vizebürgermeister der Gemeinde Pylaia-Chortiatis zu Gefängnisstrafen verurteilt und ihnen Fahrlässigkeit und Untätigkeit im Zusammenhang mit den Angriffen streunender Hunde vorgeworfen, die zum Tod eines 65-jährigen Mannes und zur schweren Verletzung eines 82-jährigen Mannes geführt haben.
Die Ereignisse ereigneten sich im März 2020 in der Gegend von Elaeorema, nur wenige Stunden voneinander entfernt. Der Gerichtsentscheidung zufolge haben die beiden ehemaligen Beamten, die damals für die Bewältigung von Umweltfragen und die Kontrolle streunender Hunde zuständig waren, trotz vorheriger Warnungen nicht die erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um die Gefahr abzuwenden.
Das Gericht verurteilte jeden von ihnen zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren und neun Monaten und erkannte einen mildernden Umstand für die frühere Ableistung an. Beide haben gegen die Entscheidung Berufung eingelegt und wurden bis zur Prüfung der Berufung freigelassen.
Den Gerichtsakten zufolge wurde der 65-Jährige zunächst angegriffen und starb nach wenigen Tagen im Krankenhaus, während der 82-Jährige schwer verletzt zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Vier Stunden zuvor wurde in der gleichen Gegend ein weiterer Angriff auf eine junge Frau gemeldet, der der Polizei gemeldet wurde.
Während der Anhörung gaben die Familienangehörigen des Opfers an, dass der 65-Jährige frühmorgens zum Laufen gegangen sei, während das zweite Opfer vor Gericht die Momente des Angriffs schilderte. Andererseits lehnten die beiden ehemaligen Vizepräsidenten die strafrechtliche Verantwortung ab und schoben sich gegenseitig die Schuld zu.
Abschließend betonte die Staatsanwaltschaft, dass es aufgrund des Mangels an Präventionsmaßnahmen und institutioneller Kontrolle nicht hinnehmbar sei, dass sich solche Ereignisse in einer entwickelten Stadt ereignen.
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