Das King Salman Center startet den vierten Zyklus des International Disability Research Prize

Das King Salman Center startet den vierten Zyklus des International Disability Research Prize


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Tirana, 21.01.2026 – Die Forschung zum Thema Behinderung ist zunehmend in den Mittelpunkt internationaler wissenschaftlicher und politischer Diskussionen gerückt und spiegelt breitere Debatten über Inklusion, Lebensqualität und Zugang zum öffentlichen Raum wider. Vor diesem breiteren Hintergrund hat das King Salman Center for Disability Research (KSCDR) Nominierungen für den 4. Zyklus des King Salman International Prize for Disability Research eröffnet.

Der Rahmen des Preises spiegelt die mehrdimensionale Art und Weise wider, wie Behinderung im Alltag erlebt wird. Anstatt eine einzelne disziplinäre Perspektive zu priorisieren, ist der Preis in fünf Zweigen organisiert und umfasst Gesundheits- und Medizinwissenschaften, Bildungs- und Psychologiewissenschaften, Rehabilitation und Sozialwissenschaften, technische Anwendungen in Bereichen von Behinderungen und universellen Zugang. Zusammengenommen spiegeln diese Bereiche die Art und Weise wider, wie Behinderung in der Praxis in verschiedenen Systemen, Institutionen und Umgebungen und nicht innerhalb isolierter Forschungskategorien auftritt.

Ein weiteres Merkmal des Preises liegt in der Definition und Bewertung von Forschungsexzellenz. Der Preis ist nicht auf einzelne Veröffentlichungen oder kurzfristige Ergebnisse ausgerichtet. Stattdessen werden Nominierungen auf der Grundlage einer im Laufe der Zeit entwickelten Arbeit überprüft. Dazu gehören peer-reviewte Forschung, aber auch Nachweise dafür, dass Ergebnisse in die Praxis umgesetzt wurden, wie etwa angewandte Forschungsmodelle, implementierte Programme, technologische Lösungen oder Beiträge, die Dienste, Institutionen oder Barrierefreiheitsstandards beeinflusst haben. Der Schwerpunkt liegt auf Forschung, die auf etablierten Methoden basiert und eindeutig über den akademischen Kontext hinaus nutzbar ist.

Der Nominierungsprozess folgt einer ähnlich offenen Logik. Kandidaten können von Behindertenforschungszentren, Universitätsfakultäten oder -abteilungen, relevanten Institutionen und Organisationen sowie von früheren Preisträgern nominiert werden. Selbstnominierungen sind ebenfalls zulässig und Forscher können von mit ihrer Arbeit vertrauten Fachkollegen vorgeschlagen werden. Dieser Ansatz verringert die Abhängigkeit allein von der institutionellen Sichtbarkeit und erweitert den Zugang für Forschungs- und Anwendungsprojekte, deren Auswirkungen erheblich sind, selbst wenn sie außerhalb stark vernetzter akademischer Umgebungen stattfinden.

Die Reichweite des Preises spiegelt sich in seinem jüngsten Zyklus wider. Im Jahr 2022 gingen in der dritten Runde 370 Bewerbungen aus 46 Ländern aus den Bereichen medizinische Forschung, Bildung, Technologie und angewandte Barrierefreiheit ein. Zu den Preisträgern gehörte Dr. Elena Grigorenko von der Yale University, deren Forschung genetische und biologische Daten in praktische Diagnosewerkzeuge umwandelt, mit denen sich Lern- und Entwicklungsschwierigkeiten in einem früheren Stadium erkennen lassen und die die Beurteilung von Kindern in Schulen und Kliniken beeinflussen. Mit dem Preis für Gesundheits- und Medizinwissenschaften wurde auch Dr. Samia Joseph Khoury von der American University of Beirut für die Schaffung eines Multiple-Sklerose-Zentrums geehrt, das Behandlung, Patientendaten und Langzeitforschung zusammenführt und so die Art und Weise verändert, wie die Krankheit im Laufe der Zeit untersucht und behandelt wird. Im Bildungsbereich wurde Professor Peter Paul von der Ohio University für die Entwicklung von Lese- und Schreibkompetenz- und Sprachmodellen ausgezeichnet, die die Lernwege für gehörlose und schwerhörige Schüler neu gestaltet haben.

Um diese Art der langfristigen Forschung zu unterstützen, ist der Preis mit einer Gesamtförderung von rund 667.000 US-Dollar ausgestattet, davon etwa 133.000 US-Dollar pro Zweigstelle. Auf dieser Ebene ermöglicht die Finanzierung den Verbleib von Forschungsteams und die Ausweitung von Pilotprojekten auf Umsetzungsphasen, die nach Vorliegen erster Ergebnisse oft nur schwer zu finanzieren sind.

Obwohl der Preis international ausgerichtet ist, ist er auch Teil einer breiteren Reihe von von Saudi-Arabien unterstützten Initiativen, die Lebensqualität, Prävention und Inklusion in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Entwicklung stellen. In den letzten Jahren ist diese Ausrichtung durch gesundheits-, forschungs- und bewusstseinsorientiertes Engagement im Ausland zunehmend sichtbar geworden, darunter auch in Albanien, wo Fragen der Zugänglichkeit, der öffentlichen Gesundheit und der inklusiven Politik Teil der laufenden Diskussion sind. In diesem Umfeld fungiert der Preis weniger als eigenständige Auszeichnung als vielmehr als ein Element einer umfassenderen Anstrengung, Forschung, Politik und Praxis miteinander zu verbinden.

Nominierungen sind bis März 2026 möglich, die Bewertung und endgültigen Bekanntgaben erfolgen später im Jahr. Detaillierte Informationen zu Kategorien, Dokumentationsanforderungen und Einreichungsverfahren sind über das offizielle Preisportal und die Kanäle des King Salman Center for Disability Research verfügbar.

Offizielle Website: www.ksadr.org.sa
Kontakt-E-Mail: award@ksadr.org.sa

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