Das EP nimmt eine Resolution zur Verurteilung der Gewalt gegen Demonstranten im Iran an

Das EP nimmt eine Resolution zur Verurteilung der Gewalt gegen Demonstranten im Iran an


Das Europäische Parlament hat gestern mit Stimmenmehrheit eine Resolution angenommen, die die Gewalt der iranischen Behörden gegen die Demonstranten und die Menschenrechtsverletzungen im Iran verurteilt.

Die Resolution wurde mit 562 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen und 57 Enthaltungen angenommen und befasst sich mit Fragen im Zusammenhang mit Menschenrechten, Sicherheit und den Beziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Iran.

In dem Dokument verurteilen die Abgeordneten den Einsatz von Gewalt durch iranische Sicherheitskräfte gegen friedliche Demonstranten und fordern ein sofortiges Ende der Gewalt sowie die Freilassung derjenigen, die wegen der Teilnahme an den Protesten inhaftiert wurden, darunter Aktivisten und Journalisten.

Das Europäische Parlament bringt außerdem seine Unterstützung für die Ausweitung restriktiver Maßnahmen gegen die iranischen Behörden zum Ausdruck und fordert den EU-Rat auf, die Einstufung des Korps der Islamischen Revolutionsgarde einschließlich seiner Strukturen als terroristische Organisation in Betracht zu ziehen.

Die Resolution fordert eine Verschärfung der bestehenden Sanktionen, einschließlich des Einfrierens von Vermögenswerten und Reiseverbote für diejenigen, die für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, sowie deren strikte Umsetzung durch die Mitgliedstaaten.

Die Abgeordneten verurteilen außerdem Internetsperren und Informationszensur während der Proteste und fordern Unterstützung für die Freiheit der Kommunikation und des Zugangs zu Informationen. Ebenso ist die uneingeschränkte Zusammenarbeit der iranischen Behörden mit den von der UN mandatierten internationalen Ermittlungsmechanismen erforderlich.

In der Entschließung wird betont, dass jede Verbesserung der Beziehungen zwischen der EU und dem Iran von konkreten Fortschritten im Bereich der Menschenrechte, der Freilassung politischer Gefangener und der Achtung der Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit abhängig gemacht werden muss.

Unterdessen gab die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, bekannt, dass iranischen diplomatischen Vertretern im Rahmen der Maßnahmen, die nach den jüngsten Entwicklungen im Iran ergriffen wurden, der Zutritt zu den Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments untersagt wurde.

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