Mehrere US-Bundesstaaten und die US-Hauptstadt Washington haben den Ausnahmezustand ausgerufen, um sich auf einen der schlimmsten Winterstürme der letzten Jahre vorzubereiten, berichteten US-Medien am 23. Januar.
Mit starkem Schneefall und eisigen Winden behaftet, werde sich der Sturm am Wochenende über etwa 2.000 Meilen (3.000 km) von New Mexico im Südosten bis nach Maine im Nordosten ausbreiten, warnte der Wetterdienst.
Laut US-Medienberichten haben Fluggesellschaften vorsorglich bereits Hunderte Flüge gestrichen. Viele Schulen haben vorsorglich auch den Unterricht am Freitag abgesagt.
Zudem wird befürchtet, dass es zu größeren Stromausfällen kommen könnte, beispielsweise durch mögliche umstürzende Bäume oder Strommasten.
Ungefähr 160 Millionen Menschen haben Wetterwarnungen oder Sonderwarnungen erhalten. Die US-Behörden riefen dazu auf, möglichst zu Hause zu bleiben und auf Autos zu verzichten.
In Teilen von Minnesota und North Dakota könnten die Temperaturen nach Angaben des US-Wetterdienstes auf minus 45 Grad Celsius sinken.
Im gesamten Bundesstaat New York warnte Gouverneurin Kathy Hochul, dass die Kälte „tödlich“ sein könnte.
Auch die US-Hauptstadt Washington rief wegen des am Wochenende erwarteten Schneesturms den Ausnahmezustand aus. Die Maßnahme sei ab sofort wirksam, sagte Bürgermeisterin Muriel Bowser.
Es wird erwartet, dass der Schneefall in der Stadt mit etwa 700.000 Einwohnern am Samstagabend beginnt und bis Sonntag und möglicherweise bis Montag andauert. Die US-Nationalgarde wurde gebeten, Kraftfahrzeuge zur Unterstützung der Rettungsdienste bereitzustellen.
Bowser sagte, dieser Schneefall werde heftig sein, was seit langem nicht mehr beobachtet worden sei, und fügte hinzu, dass es wahrscheinlich Frost auf den Straßen geben werde. Sie forderte die Bewohner auf, zu Hause zu bleiben und in Notsituationen für alternative Beleuchtung zu sorgen.
US-Präsident Donald Trump reagierte auf den Wintersturm und kritisierte Klimaexperten.
„Können uns Umweltschützer erklären, was mit der globalen Erwärmung passiert ist“, schrieb er in „Social Truth“.
Die globale Erwärmung führt dazu, dass die Temperaturen im langfristigen Durchschnitt allmählich ansteigen.
Experten zufolge treiben die Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse, darunter Stürme und starke Regenfälle, die globale Erwärmung voran./REL
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