Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat heute seinem iranischen Amtskollegen Masoud Pejeskian vorgeschlagen, die Rolle des „Vermittlers“ zwischen Teheran und Washington zu übernehmen, da die Spannungen zwischen den USA und dem Iran durch die Drohung einer US-Militärintervention und einer sofortigen iranischen Reaktion eskalieren.
„Während ihres Telefongesprächs betonte Präsident Erdogan, dass die Türkei bereit sei, die Rolle des Vermittlers zwischen Iran und den USA zu spielen, um Spannungen abzubauen und Probleme zu lösen“, heißt es in einer Erklärung des türkischen Präsidenten.
Lesen Sie auch:
Verwandte Beiträge
Pejeskian meinte seinerseits, dass Washington die Drohungen mit einer militärischen Intervention im Iran stoppen sollte, um der Diplomatie eine Chance zu geben, betonte die iranische Präsidentschaft.
„Der Erfolg jeder diplomatischen Initiative hängt vom guten Willen der interessierten Parteien ab“, stellte Pejeskian während seines Gesprächs mit Erdogan fest.
Der türkischen Presse zufolge plant der türkische Präsident auch die Organisation eines trilateralen Gipfeltreffens zwischen den USA, dem Iran und der Türkei.
Iranischer Außenminister in Istanbul
Unterdessen ist der iranische Außenminister Abbas Araghchi heute Morgen in Istanbul eingetroffen, wo er sich mit seinem türkischen Amtskollegen Hakan Fidan treffen wird.
Die Türkei, ein NATO-Mitglied, möchte um jeden Preis eine militärische Eskalation in der Region vermeiden, die nach Syrien eine neue Migrationswelle auslösen und einen neuen Konflikt in der Region auslösen könnte.
Als Vorsichtsmaßnahme bereitet sich Ankara darauf vor, „die Sicherheit an seiner Grenze“ zum Iran zu verstärken, sagte ein hochrangiger türkischer Beamter gegenüber AFP.
Die Türkei habe entlang der Grenze bereits eine 380 Kilometer lange Mauer gebaut, „aber das reicht nicht aus“, fügte er hinzu.
Die mit Stacheldraht und Gräben verstärkte Mauer, die rund um die Uhr vom türkischen Militär überwacht wird, wurde errichtet, um den Zustrom von Migranten aus dem Iran und Afghanistan sowie den Drogenhandel einzudämmen.
Auf dem Höhepunkt der Proteste im Iran gab es keinen spürbaren Anstieg der Migrationsströme, aber jeder amerikanische Angriff könnte die Situation ändern./vizionplus.tv
Join The Discussion