Wissenschaftler entdecken im Weltraum ein Molekül, das Signale für die Entstehung des Lebens gibt

Wissenschaftler entdecken im Weltraum ein Molekül, das Signale für die Entstehung des Lebens gibt


Wissenschaftler haben das größte jemals im interstellaren Raum identifizierte schwefelhaltige organische Molekül entdeckt, ein wesentliches Element für das Leben, wie wir es auf der Erde kennen. Die Entdeckung wird als „fehlendes Glied“ bei den Bemühungen gefeiert, die kosmischen Ursprünge der chemischen Verbindungen zu verstehen, die zur Entstehung von Leben führen.

Schwefel ist eines der am häufigsten vorkommenden Elemente im Universum und ein wichtiger Bestandteil von Aminosäuren, Proteinen und Enzymen. Bisher wurden jedoch nur sehr wenige große schwefelhaltige Moleküle im interstellaren Raum entdeckt, was bei Wissenschaftlern Fragen aufgeworfen hatte. Die neue Entdeckung hilft, dieses scheinbare Fehlen zu erklären und legt nahe, dass Schwefel in komplexeren molekularen Formen „versteckt“ sein könnte. CNN.

Das entdeckte Molekül besteht aus 13 Atomen und enthält Schwefel, Kohlenstoff und Wasserstoff. Es wurde in einer Molekülwolke nahe dem Zentrum unserer Galaxie, etwa 27.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, identifiziert. Molekülwolken sind kalte, dichte Regionen aus Gas und Staub, in denen sich Moleküle bilden und in denen später Sterne und Planetensysteme entstehen.

Den Forschern zufolge fungieren diese Wolken als „Sternkinderstuben“, und die dort gefundenen chemischen Verbindungen könnten später über Kometen und Meteoriten auf die Planeten übertragen werden. Dies bestärkt die Theorie, dass einige der Grundelemente des Lebens auf der Erde durch frühe kosmische Kollisionen aus dem Weltraum stammen könnten.

Experten weisen darauf hin, dass das Vorhandensein komplexer organischer Moleküle in entfernten Regionen der Galaxie darauf hindeutet, dass die Chemie des Lebens im Universum möglicherweise viel weiter verbreitet ist als bisher angenommen. Diese Entdeckung hilft nicht nur, den Ursprung des Lebens auf der Erde zu verstehen, sondern weckt auch die Hoffnung, dass ähnliche Prozesse auch auf anderen Planeten ablaufen könnten.

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