Schließung sozialer Netzwerke, Experten: Entscheidung muss getroffen, aber schrittweise umgesetzt werden

Schließung sozialer Netzwerke, Experten: Entscheidung muss getroffen, aber schrittweise umgesetzt werden


Stundenlanges Verweilen vor Bildschirmen, der Kontakt mit Inhalten, die für Kinder und Jugendliche oft ungeeignet sind, sowie der ständige Vergleich zwischen ihnen in sozialen Netzwerken haben in einigen Ländern dazu geführt, restriktive Maßnahmen zu ergreifen. Eines davon ist kürzlich Frankreich, wo der Gesetzentwurf, der die Nutzung sozialer Netzwerke für Kinder unter 15 Jahren verbietet, grünes Licht erhalten hat. Der Beschluss wird voraussichtlich im September mit Beginn des neuen Schuljahres in Kraft treten. Was ist mit Albanien? Wäre ein solches Gesetz wirksam?

„Um einen besseren und positiveren Ansatz vor allem für die psychische Gesundheit und auch für die emotionale Entwicklung junger Menschen und Teenager zu haben, müssen wir sehr vorsichtig sein, wie Plattformen genutzt werden, insbesondere soziale Netzwerke, da sie die Möglichkeit des Vergleichs, der emotionalen Selbstbeherrschung und manchmal der Aggressivität untereinander erhöhen, was in diesem Alter sehr problematisch ist. Während in vielen verschiedenen Ländern, und vor allem in den am weitesten entwickelten, der Einsatz von Technologie, die Art und Weise, wie sie verwendet wird, sowie die ältere Altersgruppe, die ihnen problematisch ausgesetzt ist, große Bedeutung und Fokus beigemessen wird, sind dies bei uns der Fall.“ Wir verstehen, dass es sich hierbei um ein Phänomen handelt, das unser Land unweigerlich betrifft, denn jeden Tag verstehen wir mehr und mehr, wie stark Teenager und junge Menschen beeinflusst werden“, sagte die Psychologin Anora Kroj.

Experten sagen, dass eine solche Entscheidung nicht sofort getroffen werden kann, da die Abhängigkeit, die soziale Netzwerke bei Kindern und Jugendlichen geschaffen haben, sehr groß ist. Ihrer Meinung nach würde ein sofortiges Verbot junge Menschen dazu bringen, nach alternativen Wegen zu suchen, indem sie andere Plattformen nutzen. Sie betonen, dass Aufklärung und Sensibilisierung die ersten Schritte vor restriktiven Maßnahmen sein sollten.

„Wir müssen dem Teil der digitalen Bildung, der Bildung von Eltern und Schulen, große Aufmerksamkeit schenken. Der Art und Weise, wie junge Menschen soziale Netzwerke nutzen.

Australien war das erste Land, das die Nutzung sozialer Medien durch Kinder unter 16 Jahren verbot. Anfang Dezember beschloss die australische Regierung, ihnen trotz Protesten den Zugang zu diesen Plattformen vollständig zu sperren. Nach Angaben der Behörden liegt die Verantwortung für die Umsetzung dieser Entscheidung bei den Social-Media-Unternehmen selbst und den Eltern. Bei wiederholten Verstößen drohen auch Bußgelder./vizionplus.tv

Join The Discussion