Tödlicher Sturm auf der Iberischen Halbinsel, Tausende in Spanien evakuiert

Tödlicher Sturm auf der Iberischen Halbinsel, Tausende in Spanien evakuiert


Ein portugiesischer Feuerwehrmann kam heute bei einer Aufklärungs- und Überwachungspatrouille am Ufer eines Flusses in der Gegend von Campo Maior im Bezirk Portalegre ums Leben, teilte die nationale Zivilschutzbehörde Portugals mit.

Lokalen Medien zufolge wurde der 46-jährige Feuerwehrmann beim Versuch, ein überschwemmtes Gebiet zu durchqueren, von der Wasserströmung mitgerissen. Er ist das erste Opfer des Sturms „Marta“, der heute Portugal und das benachbarte Spanien heimgesucht hat.

Die letzte Woche war für Portugal besonders schwierig, nachdem die starken Winde des Sturms „Christine“ den Tod von fünf Menschen forderten, während die Regenfälle des Sturms „Leonardo“ am Mittwoch ein weiteres Opfer forderten.

Unterdessen sind sowohl Portugal als auch Spanien heftigen Regenfällen und starken Winden ausgesetzt, was die Befürchtung größerer Überschwemmungen und erheblicher Sachschäden aufkommen lässt.

Im Süden Andalusiens in Spanien sind die Böden durch die jüngsten Regenfälle bereits gesättigt und die Region wurde erneut in Alarmbereitschaft versetzt. Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes AEMET ist dieses Gebiet derzeit das Epizentrum heftiger Regenfälle und starker Winde.

Der Präsident von Andalusien, Juan Manuel Moreno, beschrieb die Situation als „äußerst kompliziert“ und erklärte, dass Dutzende Straßen blockiert seien, der Eisenbahnverkehr in vielen Abschnitten unterbrochen sei und mehr als 11.000 Menschen gezwungen seien, ihre Häuser in den betroffenen Gebieten zu verlassen.

Die Behörden warnen, dass die wirtschaftlichen Schäden durch die Stürme „Leonardo“ und „Marta“ voraussichtlich Millionen von Euro erreichen werden, insbesondere im Agrarsektor und in der Straßeninfrastruktur. Es wird erwartet, dass die Region Andalusien die Zentralregierung und den Solidaritätsfonds der Europäischen Union um Hilfe bittet.

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