Zehntausende Anhänger der iranischen Opposition versammelten sich heute in Berlin zu einer Kundgebung gegen das derzeitige Regime im Iran und brachten ihre Unterstützung für die anhaltenden Proteste und Aufstände im Land zum Ausdruck.
Die Demonstration wurde von Anhängern der Organisation der Volksmudschaheddin des Iran (PMOI/MEK) organisiert und fand am Jahrestag der Revolution gegen die Diktatur des Schahs statt. Dabei wurde eine Botschaft gegen alle Formen der Diktatur vermittelt. Die Teilnehmer forderten stärkere internationale Maßnahmen gegen die iranischen Behörden, während viele sagten, sie hätten bei den jüngsten Protesten im Iran Familienangehörige festnehmen oder töten lassen.
Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran (NWRI), hielt die Grundsatzrede auf der Kundgebung. Sie erklärte, dass der Sturz des iranischen Regimes unvermeidlich sei, und forderte die Anerkennung des jahrzehntelangen organisierten Widerstands des iranischen Volkes.
Bei dem Treffen sprachen auch internationale Persönlichkeiten. Charles Michel, ehemaliger Präsident des Europäischen Rates und ehemaliger Premierminister Belgiens, sagte, dass die iranische Oppositionsbewegung eine echte Kraft für Veränderungen darstelle. Während der ehemalige US-Außenminister Mike Pompeo, der sich per Videoschalte an die Versammlung wandte, betonte, dass die Opposition eine politische Struktur aufgebaut habe, um das derzeitige Regime durch eine Regierung zu ersetzen, die den Willen der iranischen Bürger widerspiegele.
Der ehemalige deutsche Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier brachte seine Unterstützung für die Iraner im In- und Ausland zum Ausdruck, darunter auch für diejenigen in Ashraf 3 in Albanien, und betonte seine Solidarität mit ihren Bemühungen um einen demokratischen Wandel.
Auch die ehemalige deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger lobte Maryam Rajavis Zehn-Punkte-Plan für die Zukunft Irans, der unter anderem Meinungsfreiheit, freie Wahlen und die Trennung von Religion und Staat umfasst.
Nach Angaben der Organisatoren wurde die Kundgebung von Hunderten internationalen Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und politischen Persönlichkeiten unterstützt. Nach den Reden marschierten die Teilnehmer durch die Hauptstraßen Berlins.
Unterdessen haben 114 Nobelpreisträger eine Erklärung unterzeichnet, in der sie die Gewalt gegen Demonstranten im Iran verurteilen und ihre Forderungen gegen die Diktatur unterstützen.
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