Bei den jüngsten russischen Angriffen in der Ukraine wurden mindestens drei Menschen getötet

Bei den jüngsten russischen Angriffen in der Ukraine wurden mindestens drei Menschen getötet


Ukrainische Beamte sagten, bei nächtlichen russischen Angriffen auf Wohngebäude in der östlichen Stadt Kramatorsk seien mindestens drei Menschen getötet worden.

Bei den Anschlägen vom 8. Februar handelte es sich nach offiziellen Angaben um schwere Bomben, mit denen Russland sowohl ukrainische Frontstellungen als auch Wohngebiete zerstört habe.

Bei den Angriffen in den frühen Morgenstunden seien fast 20 Menschen verletzt worden, teilte die Landespolizei mit.

Insgesamt habe Russland mehr als 400 Drohnen und Raketen an Standorten im ganzen Land abgefeuert, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. In einem Telegram-Beitrag beklagte er sich darüber, dass russische Waffen weiterhin mit aus dem Ausland importierten Teilen und Komponenten ausgestattet seien, und kündigte gleichzeitig neue Maßnahmen an, die darauf abzielen, die Lieferung dieser Teile zu unterbrechen.

Kramatorsk ist neben Slowjansk eine der beiden wichtigsten Städte, die die Ukraine noch immer in der östlichen Region Donezk kontrolliert. Beide gelten als „Festungsstädte“, die für die Verteidigung der Ukraine in dieser Region von entscheidender Bedeutung sind.

Russland hat die Eroberung der gesamten Region Donezk zu einer strategischen Priorität erklärt, ein Punkt, den es in den laufenden, von den USA vermittelten Friedensgesprächen wiederholt betont hat.

Den ganzen Winter über hat Russland unermüdlich Zivilwohnungen in der gesamten Ukraine sowie das Stromnetz und die Heizungsanlagen des Landes ins Visier genommen.

Millionen Menschen in der Hauptstadt Kiew und anderen Städten waren mit Strom- oder Heizungsausfällen konfrontiert, da die Kälte das Land wochenlang im Griff hatte.

Der staatliche Öl- und Gaskonzern Naftogaz sagte, Russland habe über Nacht seine Anlagen in der östlichen Poltawa-Region ins Visier genommen.

„Dies war der 19. gezielte russische Angriff auf (Naftogaz-)Einrichtungen seit Jahresbeginn“, sagte das Unternehmen.

Auch andere Orte in der Ukraine wurden über Nacht am 8. Februar von Luftangriffen getroffen, darunter die Städte Cherson und Odessa.

Die Regierung ordnete am 7. Februar Notstromausfälle im ganzen Land an, nachdem frühere russische Angriffe auch Stromerzeugungs- und -verteilungsanlagen getroffen hatten.

Letzte Woche haben Kiew und Moskau zwei Tage lang von den USA vermittelte Gespräche in Abu Dhabi abgeschlossen. Größere Durchbrüche gab es jedoch nicht, ein weiteres Zeichen dafür, wie schwierig die Bemühungen zur Beendigung des fast vierjährigen Krieges sind.

Berichten zufolge sollen sich ukrainische und russische Unterhändler nächste Woche in den USA zu einer neuen Gesprächsrunde treffen.

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