Der Chef des globalen Hafenbetreibers DP World hat das Unternehmen verlassen, nachdem der Druck wegen seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein zugenommen hatte.
Der Rücktritt von Sultan Ahmed bin Sulayem als Vorsitzender und Geschäftsführer erfolgt, nachdem neu veröffentlichte Dokumente zeigten, dass der emiratische Tycoon über ein Jahrzehnt hinweg offenbar Hunderte von E-Mails mit Epstein ausgetauscht hatte.
Die Dokumente enthüllen offenbar eine enge und umfassende Beziehung zwischen einem der einflussreichsten Wirtschaftsvertreter der Golfregion und Epstein. Sulayem wurde auch von zwei amerikanischen Gesetzgebern, Ro Khanna und Thomas Massie, beschuldigt, einer der „sechs mächtigen Männer“ zu sein, die mit dem Finanzier in Verbindung standen, schreibt die BBC.
Zu den von Massie am 9. Februar gemeldeten Schwärzungen gehörte ein Dokument, das eine E-Mail von Epstein aus dem Jahr 2009 zeigte, in der es um ein „Foltervideo“ ging. Der Empfänger antwortete, dass er zwischen China und den USA reisen würde.
US-Beamte fanden heraus, dass Sulayem der Empfänger dieser E-Mail von Epstein war. Epstein beschrieb Sulayem in einer E-Mail vom Juni 2013 als „einen seiner vertrauenswürdigsten Freunde“.
Unterdessen scheint Sulayem im Laufe der Jahre in mehreren E-Mails Epsteins Rat zu gesundheitlichen Problemen eingeholt zu haben, die ihn, seine Tochter sowie seine Großfamilie und Freunde betreffen.
Sie blieben offenbar bis mindestens 2017 in Kontakt, also zwei Jahre vor Epsteins Tod und trotz Epsteins erster strafrechtlicher Verurteilung im Jahr 2008 wegen der Anwerbung und Vermittlung einer Person unter 18 Jahren zur Prostitution.
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