Premierminister Edi Rama ist zu einem offiziellen Besuch im Kosovo. Nach dem Treffen mit Präsident Vjosa Osmani beteiligte sich Rama an der Werbung für das Buch „When silence speaks“ von Prof. Dr. Ahmet Shala, Akademiker und ehemaliger Botschafter des Kosovo, der mit Klarheit und Tiefe über das Urteil in Den Haag gegen die Führung der UCK geschrieben hat.
In seiner Rede sagte Premierminister Edi Rama, dass die Präsidentin des Kosovo, Vjosa Osmani, mit Mut und Integrität gehandelt habe, um die Institution der Präsidentschaft vor den ungerechtfertigten Eingriffen der Staatsanwaltschaft zu schützen, und dass sie deshalb bedroht worden sei. Ram sagte unter anderem, dass Präsident Hashim Thaçi, der zusammen mit drei anderen ehemaligen Führern in Den Haag vor Gericht steht, als Geisel genommen wurde.
Rama: Der Präsident des Kosovo wurde als Geisel genommen. Im Kosovo mag es ein Staatsgeheimnis sein, aber für mich ist es kein Geheimnis. Der Präsident des Kosovo wurde bedroht. Das wissen Sie nicht, weil es nie gesagt wurde. Er wurde bedroht, weil er es den Staatsanwälten nicht erlaubte, das Amt des Präsidenten der Kosovo-Institution zu verletzen, da dort auch nach Beweisen für Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht werden würde. Die Drohung des Präsidenten dauerte zwei Jahre. Zu ihrer Ehre und zur Ehre des Kosovo hat sie so etwas verboten. Heute sind wir hier, wir können so viele Wörter sagen, wie wir wollen, wir können alle reichen Ecken des Vokabulars der albanischen Sprache nutzen, um legitimen Lärm gegen die Strafverfolgung von Idioten zu machen. Sie sind nicht nur Idioten, sie sind Instrumente eines Gerichts, das in Bezug auf den Kosovo noch politischer ist als die Gerichte Serbiens.
Heute müssen wir eine Frage über uns selbst stellen. Was wir tun können und sollten. Darauf habe ich keine Antwort. Aber ich bin mir sicher, dass wir noch mehr dagegen tun müssen. Denn es ist eine Katastrophe für die internationale Justiz selbst, für Europa, für den Westen, den der Kosovo auf die Probe gestellt hat, und glücklicherweise hat der Westen mit der Anerkennung des Kosovo den Test seiner Menschlichkeit bestanden. Wenn der Westen heute diesen Test nicht besteht und sich verpflichtet, vier unschuldige Menschen lebendig zu begraben, was dem Volk und der Republik Kosovo schadet, bleibt dies ein sehr großes Problem. Dabei handelt es sich nicht um eine politische Geiselnahme des Westens als Ganzes, sondern jener Kräfte, die zwei Dinge gleichsetzen wollten, die nicht gleichgesetzt werden können: die ethnische Gewalt einer völlig faschistischen Kriegsmaschinerie und den Befreiungskrieg einer Armee, deren Name eine Armee war, in Wirklichkeit aber eine Volksmobilisierung war, bei der diejenigen, die vor Gericht als Kommandeure behandelt wurden, die geistigen, moralischen und politischen Führer dieser Mobilisierung waren.
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