Korridor VIII ist ein wichtiger gesamteuropäischer Verkehrskorridor, der die Adria mit dem Schwarzen Meer verbindet und durch Albanien, Nordmazedonien und Bulgarien führt. Sie beginnt im Hafen von Durrës und führt über Tirana, Elbasan, Pogradec und dann weiter auf dem Gebiet Nordmazedoniens und endet in den bulgarischen Häfen Varna und Burgas am Schwarzen Meer.
Laut Wirtschaftsexperte Fatos Çoçoli eröffnet Korridor VIII die Möglichkeit eines neuen Marktes mit Ländern wie Nordmazedonien, Bulgarien und Rumänien. „Wir können nach Bulgarien und Rumänien verkaufen, die zu bestimmten Zeiten Strom benötigen. Wenn wir ein Angebot machen, besteht die Möglichkeit, dass wir es zu 40 %, 60 % sogar doppelt so teuer verkaufen wie heute“, sagte er in der Puls-Show von Bruna Çifligu auf A2 CNN.
Laut Herrn Çoçoli handelt es sich bei Korridor VIII jedoch um ein mittel- und langfristiges Projekt, sodass die Vorteile, die sich aus diesem Projekt für Albanien ergeben, größtenteils gleichzeitig mit der Realisierung des Projekts eintreten. Ihm zufolge besteht die Möglichkeit eines unmittelbaren Nutzens nur, wenn Italien sich bei der Europäischen Union dafür einsetzt, dass der Korridor VIII Teil der kritischen Infrastruktur des gesamteuropäischen Straßennetzes wird. „Wenn es Italien gelingt, den Korridor VIII zu einer kritischen Infrastruktur des Ten-T (Transeuropäisches Verkehrsnetz) zu machen, dann werden wir ja viel mehr Geld haben.“
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