Der Warentransport in Albanien wird auf das elektronische System umgestellt / Streik gegen Informalität und Kostensenkung – JavaNews.al

Der Warentransport in Albanien wird auf das elektronische System umgestellt / Streik gegen Informalität und Kostensenkung – JavaNews.al


Die Ära der Lkw-Fahrer und Logistikunternehmen, die mit Ordnern voller physischer Dokumente, Rechnungen und Zollstempel unterwegs sind, scheint zu Ende zu gehen. Die albanische Regierung hat den neuen Gesetzesentwurf „Über elektronische Frachttransportinformationen“ (eFTI) vorbereitet, ein strategischer Schritt, der auf die vollständige Digitalisierung eines der wichtigsten Wirtschaftssektoren abzielt.

Der vom Ministerium für Wirtschaft und Innovation vorgeschlagene und vom Ministerium für Infrastruktur und Energie vor Ort umzusetzende Gesetzentwurf ist nicht nur eine interne Digitalisierungsinitiative, sondern eine Verpflichtung zur Angleichung an die Verordnung der Europäischen Union (2020/1056). Dieser Schritt bringt Albanien näher an den gemeinsamen europäischen Markt und ebnet den Weg für einen schnelleren, sichereren und kostengünstigeren Transport.

Was ändert sich für Unternehmen und Staat?

Kern dieses Gesetzesentwurfs ist die Verpflichtung staatlicher Institutionen – vom Zoll- und Steuerwesen bis zur Verkehrspolizei –, Transportdokumente in vollständig elektronischer Form zu akzeptieren und rechtlich anzuerkennen.

Um dies zu ermöglichen, werden spezielle eFTI-Plattformen (Electronic Freight Transport Information) eingerichtet. Jeder Wirtschaftsteilnehmer wird Frachtdaten auf diese zertifizierten Plattformen hochladen. Bei einer Kontrolle auf der Straße oder am Grenzübergang benötigen die Behörden keine physischen Papiere mehr, sondern greifen direkt aus dem System auf die verschlüsselten Informationen zu.

Bekämpfen Sie die Informalität und senken Sie die Kosten

Über die Vereinfachung der Verfahren hinaus wird dieses Gesetz als wirksames Instrument zur Erhöhung der Transparenz und zur Bekämpfung der Informalität angesehen. Da die Daten in einem geschützten zentralen System gespeichert werden, sind Manipulationen an Rechnungen, Änderungen des Warengewichts oder mögliche Umgehungen an Zollstellen nahezu ausgeschlossen. Jede Aktion auf der Plattform hinterlässt einen „digitalen Fußabdruck“ (Log-Op), der jederzeit überprüft werden kann.

Andererseits ist der Nutzen für die Unternehmen, insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die diesen Sektor dominieren, direkt. Die Verkürzung der Wartezeit an der Grenze und der Wegfall der Verwaltungskosten für den Druck und die Verwaltung Tausender Briefe werden die Wettbewerbsfähigkeit der albanischen Betreiber in der Region und darüber hinaus steigern.

Herausforderungen bei der Umsetzung und Cybersicherheit

Trotz der Begeisterung für die Digitalisierung bleiben Herausforderungen bei der Umsetzung bestehen. Die Schaffung einer solchen Infrastruktur erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen ANA, der National Cyber ​​​​Security Authority und Fachministerien. Geschäftsdaten sind sehr sensibel und der Gesetzesentwurf sieht strenge Bedingungen für deren Schutz vor Cyberangriffen oder unbefugtem Zugriff vor.

Die Plattformen, die diesen Service anbieten, werden einer strengen Bewertung unterzogen und von unabhängigen Stellen zertifiziert. Dadurch wird gewährleistet, dass jedes „Byte“ an transportierten Informationen genauso geschützt ist wie die physischen Güter im LKW selbst.

Albanien steht nun vor der schwierigen Aufgabe, innerhalb der nächsten 6 Monate eine Satzung zu verabschieden und die technische Infrastruktur aufzubauen. Wenn alles nach Plan verläuft, werden die Straßen des Landes nicht nur Güter transportieren, sondern Teil einer echten europäischen digitalen Autobahn sein.

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