Neue Einzelheiten sind aus der schweren Tragödie in Wien im Alsergrund bekannt geworden, bei der vier Arbeiter ihr Leben verloren, drei aus dem Kosovo und einer aus Bosnien.
Der Vorfall ereignete sich auf einer Baustelle in der Porzellangasse, wo plötzlich ein Gerüst zusammenbrach und Arbeiter unter den Trümmern und dem ungehärteten Beton eingeschlossen waren.
Das Eingreifen der Rettungsmannschaften erwies sich als schwierig.
Ein weiterer Arbeiter aus Nordmazedonien wurde schwer verletzt und wird in einem Krankenhaus in Wien behandelt.
Anwohner der Gegend beschrieben die ersten Momente des Ereignisses als sehr dramatisch, als sie ein lautes Geräusch hörten, gefolgt von den Schreien der Arbeiter und dann dem Ertönen der Notsirenen.
Aufgrund des engen Raums und des Vorhandenseins von flüssigem Beton standen die Rettungsteams vor großen Herausforderungen.
Die Einsatzkräfte waren gezwungen, Zufahrtsstraßen zu öffnen, indem sie Zäune und andere Strukturen entfernten und gleichzeitig Gerüstreste und Metallbewehrungen sorgfältig entfernten.
Flüssiger Beton wurde größtenteils von Hand entfernt, was den Eingriff zusätzlich erschwerte.

Etwa 120 Beamte und Dutzende Feuerwehr- und Zivilschutzfahrzeuge waren vor Ort im Einsatz. Zunächst wurden zwei Leichen ohne Lebenszeichen geborgen, während es mehr Zeit und Mühe kostete, die anderen beiden zu erreichen. Nach etwa zweieinhalb Stunden wurden auch sie tot aufgefunden.
Die Botschaft des Kosovo in Österreich bestätigte, dass es sich bei den Opfern um Pajtim Barjami, Asllan Musli und Istref Zekaj handelt. In der offiziellen Antwort drückte sie den Familien ihr Beileid aus und kündigte an, dass sie bei der weiteren Bearbeitung des Falles und der Unterstützung der Familienangehörigen eng mit den österreichischen Behörden zusammenarbeite.
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