Die Zahl der Asylanträge von Albanern ist im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen, die Zahl der Ausreisenden aus dem Land ist jedoch weiterhin hoch, hauptsächlich durch Arbeitserlaubnisse.
Nach Angaben von Eurostat übersteigen die Arbeitserlaubnisse für albanische Staatsbürger die Zahl der Asylanträge um das Vierfache. Im Jahr 2025 reisen viel mehr Albaner in die Länder der Europäischen Union, um einer legalen Beschäftigung nachzugehen und sich auf der Grundlage von Arbeitsverträgen aufzuhalten, als um internationalen Schutz zu suchen.
Während die Zahl der Asylanträge im Jahr 2025 um rund 28 % zurückging, ist die Zahl der Arbeitsgenehmigungen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Statistiken von Eurostat zeigen, dass im Zeitraum 2022–2024 jedes Jahr etwa 20.000 Arbeitserlaubnisse an Albaner in EU-Ländern erteilt wurden, verglichen mit nur 3–4.000 im vorangegangenen Jahrzehnt.
Dieser Anstieg spiegelt auch die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes der Aufnahmeländer wider, wo Italien, Griechenland und Deutschland die meisten Beschäftigungsgenehmigungen erhalten und zu den bevorzugten Zielländern albanischen Arbeitnehmers werden. Angesichts rückläufiger Asylanträge zeigt dieser Trend eine deutliche Verschiebung von der Migration unter Schutzstatus hin zur regulären Migration zur Erwerbstätigkeit.
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