Trumps Plan, die Ölsanktionen gegen Russland und Iran zu lockern, Deutschland dagegen: Das ist nicht in unserem Interesse!

Trumps Plan, die Ölsanktionen gegen Russland und Iran zu lockern, Deutschland dagegen: Das ist nicht in unserem Interesse!


Deutschland kritisierte am Freitag die Pläne von US-Präsident Donald Trump, die Ölsanktionen gegen Russland und Iran zu lockern, um die weltweit steigenden Energiepreise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg einzudämmen.

„Es kann nicht in unserem Interesse sein, durch die Lockerung der Ölsanktionen Regime zu stärken, die im Inland für Repression und Terror verantwortlich sind oder im Ausland völkerrechtswidrige Angriffskriege führen“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche der BILD-Tageszeitung.

Sie verwies auf Russlands Krieg in der Ukraine und das tödliche Vorgehen Irans gegen die Proteste gegen das Regime am 8. und 9. Januar.

„Jeder von Russland für Öl ausgegebene Dollar speist auch die Kriegskasse; jeder von Iran für Öl ausgegebene Dollar stabilisiert ein Regime, das grundsätzlich im Widerspruch zu unseren Werten steht“, fügte sie hinzu.

Mit Bezug auf die Entscheidung der USA, die Sanktionen gegen russisches Öl vorübergehend aufzuheben, betonte Reiche, dass Washington versuche, die durch den amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran gestiegenen Energiepreise einzudämmen.

Die USA erwägen außerdem eine Lockerung der Sanktionen, um ausländischen Käufern den Kauf von schwimmend gelagertem iranischem Rohöl zu ermöglichen.

Unterdessen sagte Reiche, Deutschland werde an seiner Strategie festhalten. „Wir bleiben konsequent auf Kurs: hin zu größerer Unabhängigkeit, stärkerer Diversifizierung der Energieimporte und beschleunigtem Ausbau erneuerbarer Energien“, fügte sie hinzu.

Die Deutschen sind mit besonders hohen Energiepreisen konfrontiert, da der anhaltende Krieg im Iran die Weltmärkte erschüttert und die Treibstoffkosten in die Höhe treibt.

In Deutschland stiegen die Benzinpreise von rund 1,82 Euro pro Liter auf 2,07 Euro pro Liter, ein Anstieg von fast 14 Prozent in drei Wochen.

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