Studie: Ehe und Zusammenleben senken das Diabetesrisiko

Studie: Ehe und Zusammenleben senken das Diabetesrisiko


Einer neuen internationalen Studie zufolge ist es wahrscheinlicher, dass Menschen, die verheiratet sind oder mit einem Partner zusammenleben, ihren Blutzuckerspiegel auf einem normalen Niveau halten, unabhängig davon, wie harmonisch das Zusammenleben des Paares ist.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Ehe und Zusammenleben insbesondere für ältere Menschen verschiedene gesundheitliche Vorteile haben. Auch Einsamkeit, soziale Isolation und ein allgemeiner Mangel an sozialer Unterstützung sind mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden.

Die Qualität der Beziehung spielte keine Rolle

Forscher aus Kanada und Luxemburg unter der Leitung von Dr. Catherine Ford von der Universität Luxemburg und der Carleton University in Ottawa, die die entsprechende Veröffentlichung in der britischen Fachzeitschrift für Diabetesforschung „BMJ Open Diabetes Research & Care“ verfasste, analysierten über ein Jahrzehnt.

An dieser Studie nahmen 3335 Personen im Alter von 50 bis 89 Jahren teil, die zu Beginn der Studie keine Diabetesdiagnose hatten. Bei den Teilnehmern wurde regelmäßig der Blutzuckerspiegel gemessen, außerdem wurden ihr Familienstand und andere Faktoren (Einkommen, Arbeit, Rauchen, körperliche Betätigung, Depression, Gewicht, soziales Netzwerk usw.) beurteilt.

Es wurde festgestellt, dass eine Verheiratung oder ein Zusammenleben die Wahrscheinlichkeit einer Diabetes-Erkrankung verringert, während eine Trennung/Scheidung oder der Verlust eines Partners durch Tod die Wahrscheinlichkeit einer Prädiabetes- oder Diabetes-Erkrankung erhöht. Die Qualität der Beziehung schien keine so große Rolle zu spielen.

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