Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat den Rücktritt des stellvertretenden Justizministers Andrea Delmastro und des Kabinettschefs des Justizministers Giusi Bartolozzi angenommen.
Die beiden Rücktritte gelten als indirekte Folge des negativen Ergebnisses des Referendums zur Justizreform und wurden Quellen zufolge von Meloni selbst gefordert.
Delmastro trat zurück, nachdem bekannt wurde, dass er in der Vergangenheit mit der Tochter einer Mafia-Figur ein Restaurant eröffnet hatte, während Bartolozzi während der Referendumskampagne für Aufsehen sorgte, indem er Richter mit „Erschießungskommandos“ verglich.
Unterdessen hat der italienische Ministerpräsident den Wunsch geäußert, dass die Tourismusministerin Daniela Santanchè, die wegen Bilanzfälschung eines Privatunternehmens vor Gericht gestellt wurde und gegen die wegen Betrugs gegen die italienische Sozialversicherungsanstalt ermittelt wird, den gleichen Schritt unternehmen wird.
Allerdings hat Santanchè den Informationen zufolge derzeit keine Absicht, zurückzutreten.
Andererseits forderten auch die wichtigsten Oppositionsparteien die Absetzung des Justizministers Carlo Nordio, der bereits die politische Verantwortung für die Ablehnung der Justizreform durch die italienischen Bürger übernommen hat.
/vizionplus.tv
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