Ein seltenes Ereignis wurde aus Jerusalem gemeldet, wo zum ersten Mal einem Patriarchen der katholischen Kirche der Zutritt zur Grabeskirche, einer der heiligsten Stätten des Christentums, verboten wurde.
Das Verbot ist mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt verbunden, zu einer Zeit, in der die Spannungen in der Region weiterhin hoch sind. Diese Entwicklung gilt als ungewöhnlich, da das Heilige Grab traditionell für religiöse Führer und Gläubige zugänglich war. Die Behörden haben noch keine umfassende öffentliche Erklärung zu dem Fall abgegeben.
Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem reagierte heftig auf die Situation
„Zum ersten Mal seit Jahrhunderten wurden Kirchenführer daran gehindert, die Palmsonntagsmesse in der Grabeskirche zu feiern. Dieser Vorfall markiert den tiefsten Punkt in den Beziehungen zwischen Israel und der katholischen Kirche seit langem“, heißt es in der Erklärung.
Während der Messe am Sonntag äußerte der Papst eine starke Botschaft gegen den Krieg und betonte, dass Religion nicht zur Rechtfertigung bewaffneter Konflikte herangezogen werden dürfe.
Unterdessen äußerte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ihre Besorgnis über die Situation
„Diese übereilte und grundlegend falsche Entscheidung stellt eine schwerwiegende Abweichung von den Grundprinzipien der Religionsfreiheit und der Achtung des Status Quo dar. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem und die Kustodie des Heiligen Landes bringen den christlichen Gläubigen im Heiligen Land und auf der ganzen Welt ihr tiefes Bedauern zum Ausdruck, dass das Gebet an einem der heiligsten Tage des christlichen Kalenders auf diese Weise behindert wurde“, sagte Meloni.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Israel den Zugang zu heiligen Stätten in Jerusalem einschränkt. Vor etwa zwei Wochen, während des Eid-Feiertags, durften muslimische Gläubige auch nicht am traditionellen Gebet teilnehmen./vizionplus.tv
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