Deutsche Behörden haben einen 53-jährigen ukrainischen Staatsbürger festgenommen, der der Spionage zugunsten Russlands verdächtigt wird. Die Festnahme erfolgte am Freitag in der Stadt Hagen im Bundesland Nordrhein-Westfalen, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte.
Den Ermittlungen zufolge hatte es der Verdächtige auf einen Landsmann abgesehen, einen ehemaligen Soldaten der ukrainischen Armee, der gegen Russland gekämpft hatte und derzeit in Deutschland lebte. Es besteht der Verdacht, dass er ihn zu Spionagezwecken verfolgte und nach Angaben der Behörden möglicherweise einen Angriff auf ihn „aus Rache“ geplant hatte.
Deutsche Medien, darunter auch die ARD, berichten, dass in den letzten Monaten eine Zunahme der Aktivitäten der russischen Geheimdienste in Deutschland zu beobachten sei. Die Behörden stellen jedoch klar, dass diese Festnahme nicht in direktem Zusammenhang mit früheren Fällen steht.
Unterdessen weist das Bundesamt für Verfassungsschutz darauf hin, dass traditionelle Spionageeinsätze aufgrund der Sanktionen und der erhöhten Wachsamkeit westlicher Dienste schwieriger geworden seien. Daher rekrutieren russische Dienste zunehmend Personen aus kleinkriminellen Kreisen, um solche Aktivitäten durchzuführen.
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