Öltanker, die während der globalen Konflikte des 20. Jahrhunderts (Erster und Zweiter Weltkrieg) gesunken sind, bedrohen unter anderem das Meeresökosystem.
Im Jahr 2013 identifizierte die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) 87 Schiffswracks aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg in US-Gewässern, die eine ernsthafte Gefahr für die Umwelt darstellen.
Diese mit Tausenden Barrel Treibstoff beladenen Schiffe wirken als ökologische Zeitbomben auf dem Meeresgrund.
Eines der gefährlichsten Schiffe ist die SS William Rockefeller, die 1942 von einem deutschen U-Boot versenkt wurde. Das Schiff, einer der größten Öltanker seiner Zeit, brannte 12 Stunden lang, bevor es vor der Küste von North Carolina sank.
Seit mehr als 80 Jahren liegt es auf dem Grund und trägt 135.000 Barrel Öl, eine Menge, die aufgrund der Erosion im Laufe der Zeit eine beispiellose Umweltkatastrophe auszulösen droht.
Die Bedrohung, die Zerstörung mit sich bringt, und die Schwierigkeit, sie zu entdecken
Das Hauptproblem dieser Ruinen ist der natürliche Verfall. Wenn Stahlkonstruktionen fast ein Jahrhundert lang im Meerwasser liegen, ist Korrosion unvermeidlich. Wenn der Schiffsrumpf einstürzt, wird der in diesem wässrigen „Graben“ eingeschlossene Treibstoff ins Meer freigesetzt.
Trotz des hohen Risikos bleibt die genaue Lokalisierung und Bergung der Ladung vieler solcher Schiffswracks eine Herausforderung. Die SS William Rockefeller ist nur eines von 87 Schiffen, die als „Hochrisiko“ für mögliche Verschmutzung eingestuft wurden.
Wie der Meeresarchäologe Michael Brennan betont: „Die Identifizierung und Bewertung dieser Punkte ist von grundlegender Bedeutung. Das Ausmaß der Gefahr muss sofort ermittelt werden und es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob eine Treibstoffrückgewinnung machbar oder notwendig ist, bevor die Natur ihren ‚Eingriff‘ ergreift und das Wrack in einen Ölteppich verwandelt.“
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