Der Wechselkurs zwischen Euro und Lek erlitt heute einen erneuten Abwärtsschlag. Nach dem offiziellen Wechselkurs der Bank von Albanien wurde der Euro bei 95,8 ALL umgetauscht, dem niedrigsten Stand aller Zeiten.
Der Wechselkurs ist im Vergleich zu gestern um 0,23 Lek gesunken. Seit Jahresbeginn ist der Euro-Lek-Wechselkurs um 1 % gesunken, während der Rückgang auf Jahresbasis 3,4 % erreichte.
Devisenmakler sagen, dass der Markt in den letzten Märztagen einen leichten Anstieg der Nachfrage nach dem Euro verzeichnete, was den Wechselkurs vorübergehend über das Niveau von 96 Lek steigen ließ.
Gegen Ende des Monats ist die Nachfrage jedoch sofort zurückgegangen, während das Währungsangebot auf dem Markt stabil zu sein scheint. Dies hat dazu geführt, dass der Wechselkurs erneut unter 96 Lek fiel und sogar ein neues historisches Tief erreichte.
Devisenmakler beschreiben diese Dynamik als eine Art „Frühlingsphänomen“. Kurzfristige Nachfragesteigerungen führen zu einem vorübergehenden Anstieg des Euro-Wechselkurses, bei sinkender Nachfrage fällt der Wechselkurs jedoch sofort auf frühere Niveaus.
Der Euro-Lek-Wechselkurs ist weiterhin von einem Abwärtstrend geprägt, der sich im Jahr 2026 sogar bis ins erste Quartal des Jahres erstreckte, eine ungewöhnliche Entwicklung in historischen Daten.
Mit Beginn des zweiten Quartals besteht die Möglichkeit, dass dieser Druck angesichts der zunehmenden Auswirkungen des Tourismus, insbesondere nach dem Monat Mai, noch stärker wird.
Die Bank von Albanien interveniert regelmäßig am Devisenmarkt, um die Aufwertung der Landeswährung unter Kontrolle zu halten.
Offiziellen Statistiken zufolge kaufte die Zentralbank im Jahr 2025 1 Milliarde und 27 Millionen Euro mit dem Ziel, die Devisenreserven zu erhöhen, aber hauptsächlich mit dem Ziel, die Aufwertung des Lek-Wechselkurses einzudämmen. Der Betrag der gekauften Währung ist im Vergleich zum Vorjahr um 10 % gestiegen.
Dadurch ergibt sich ein klareres Bild des Einflusses der Zentralbank auf den Wechselkurs. Ohne diese Interventionen wäre der Wechselkursverfall des Euro gegenüber dem Lek noch größer ausgefallen.
In diesem Jahr rechnet die Bank von Albanien mit einem weiteren Anstieg der geplanten Devisenkäufe auf dem Inlandsmarkt. Es beabsichtigt, durch Auktionen 330 bis 450 Millionen Euro zu kaufen, mit dem Ziel, die Devisenreserven zu erhöhen. Das Akquisitionsziel hat sich im Vergleich zu den für 2025 prognostizierten Prognosen im Bereich von 270 bis 350 Millionen Euro deutlich erhöht.
In einem Szenario erhöhter Inflation, begleitet von einem weiteren Rückgang des Euro-Lek-Wechselkurses, könnte der Interventionsspielraum der Bank von Albanien jedoch eingeschränkt sein./Monitor
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