Kuba hat die Freilassung von 2.100 Gefangenen angekündigt. Die Behörden bezeichnen diesen Schritt als „humanitäre und souveräne Geste“ und betonen, dass er nach einer detaillierten Prüfung einzelner Fälle erfolgt.
Nach Angaben der kubanischen Regierung basiert die Auswahl der Begünstigten auf der Art der Straftat, dem Verhalten während der Verbüßung der Strafe, dem Gesundheitszustand und der im Gefängnis verbrachten Zeit. Von dieser Maßnahme ausgenommen sind Personen, die wegen schwerer oder gewalttätiger Straftaten verurteilt wurden.
Zu den Freigelassenen zählen junge Menschen, Frauen, Menschen über 60 Jahre sowie ausländische Staatsbürger und im Ausland lebende Kubaner.
Dies ist die zweite von Kuba in diesem Jahr angekündigte Amnestie und die fünfte seit 2011. Die Behörden betonen, dass die Maßnahme auch mit einer traditionellen Praxis der Vergebung während der Karwoche zusammenhängt.
Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem Havanna im kontinuierlichen Dialog mit den Vereinigten Staaten steht, weshalb diese Entwicklung auch auf diplomatischer Ebene wichtig ist.
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