Eine historische Entwicklung ist in Ungarn zu verzeichnen, wo Oppositionsführer Péter Magyar die Parlamentswahlen gewonnen hat und damit die 16-jährige Amtszeit von Ministerpräsident Viktor Orban beendet hat.
Nach vorläufigen Ergebnissen haben sich Péter Magyar und seine Tisza-Partei 135 von 199 Sitzen im Parlament gesichert, mit über 45 % der Stimmen und einer deutlichen Mehrheit.
Unterdessen hat die von Viktor Orban geführte Fidesz nach Angaben von Europe Elects nur 57 Sitze gesichert.
In einer Reaktion in den sozialen Netzwerken gab Péter Magyar bekannt, dass Orbán ihm am Telefon zum Sieg gratuliert und sich gleichzeitig bei den Bürgern für ihre Unterstützung bedankt habe.
Er äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich Unregelmäßigkeiten während des Wahlprozesses und erklärte, dass seine Partei Beschwerden über Betrug und Versuche, das Ergebnis zu beeinflussen, erhalten habe.
„Jeder, der Wahlbetrug begangen oder dazu angestiftet hat, wird vor dem Gesetz zur Rechenschaft gezogen“, warnte er und fügte hinzu, dass es Ermittlungen und rechtliche Schritte geben werde, wenn sich die Vorwürfe bestätigten.
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