Ibrahimaj: Albanien, ein Wirtschaftsland mit wachsendem Potenzial für deutsche Unternehmen

Ibrahimaj: Albanien, ein Wirtschaftsland mit wachsendem Potenzial für deutsche Unternehmen


Im Rahmen der Konrad-Adenauer-Stiftung und BBUG-Alumni-Konferenz zum Thema „Wirtschaftsstandort Albanien, Perspektiven für deutsche Unternehmen und regionale Partnerschaft“ betonte die Ministerin für Wirtschaft und Innovation, Delina Ibrahimaj, den wirtschaftlichen Fortschritt des Landes und die wachsenden Chancen für ausländische Investoren.

Minister Ibrahimaj sagte, dass Albanien im letzten Jahrzehnt einen wichtigen Wandel durchgemacht habe und sich von einer Wirtschaft im Übergang zu einem wachsenden, stabilen und wettbewerbsorientierten Markt gewandelt habe. Sie betonte, dass die albanische Wirtschaft ein durchschnittliches Wachstum von etwa 4 % pro Jahr aufweist, während sich das Bruttoinlandsprodukt von 13,5 Milliarden Euro auf über 26 Milliarden Euro verdoppelt hat.

In Bezug auf Investitionen sagte Ibrahimaj, dass ausländische Direktinvestitionen ein stetiges Wachstum verzeichneten, wobei der Gesamtbestand in den letzten Jahren rund 17 Milliarden Euro erreichte und das Jahreseinkommen über 1,5 Milliarden Euro betrug, was das wachsende Vertrauen internationaler Investoren beweise.

Sie betonte, dass sich der Schwerpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung auf Sektoren mit höherer Wertschöpfung, Produktion für den Export und Formalisierung der Wirtschaft verlagert habe. Ihr zufolge nehmen Sektoren wie Energie, Tourismus, Produktion sowie Informations- und Kommunikationstechnologie eine immer wichtigere Rolle in der albanischen Wirtschaft ein.

Minister Ibrahimaj hob auch die Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt hervor und stellte fest, dass die gemeldete Beschäftigung von 47 % auf 66 % gestiegen sei, während die Durchschnittslöhne etwa 83.000 ALL pro Monat erreicht hätten.

In ihrer Rede konzentrierte sie sich auch auf die digitale Transformation öffentlicher Dienste und betonte, dass bereits über 1.200 Dienste online angeboten werden, was Kosten und Zeit für Bürger und Unternehmen reduziert und ein transparenteres und effizienteres Umfeld schafft.

In Bezug auf die Zusammenarbeit mit Deutschland sagte Ibrahimaj, dass derzeit über 440 mit Deutschland verbundene Unternehmen in Albanien tätig seien, während der Bestand an deutschen Investitionen im Jahr 2025 über 570 Millionen Euro erreicht habe, was eine starke und wachsende Partnerschaft widerspiegele.

Sie betonte, dass die Integration in die Europäische Union weiterhin eine strategische Priorität sei und fügte hinzu, dass etwa 67 % der albanischen Exporte auf EU-Märkte gerichtet seien. Ihrer Meinung nach stärken die Reformen in diesem Prozess den Wettbewerb, die Standards und die Marktoffenheit und schaffen ein sichereres Klima für Investoren.

Abschließend sagte Minister Ibrahimaj, dass Albanien eine günstige Kombination aus strategischer Lage, jungen Arbeitskräften, wettbewerbsfähigen Kosten und innovationsorientierter Politik biete und das Land zu einer konkreten Chance für deutsche Unternehmen mache, die in der Region expandieren wollen.

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