Tausende Schüler in Deutschland protestieren gegen den Wehrdienst

Tausende Schüler in Deutschland protestieren gegen den Wehrdienst


Zehntausende Schüler gingen in ganz Deutschland auf die Straße, um gegen eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht zu protestieren.

Unter dem Motto „Schulstreik gegen die Wehrpflicht“ fanden am 8. Mai in Dutzenden Städten Kundgebungen und Demonstrationen statt, die mit dem Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs zusammenfielen.

Nach Angaben der Berliner Polizei marschierten rund 1.200 Teilnehmer in die Hauptstadt, um vom Brandenburger Tor zum Sitz der konservativen Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz zu marschieren und Plakate mit der Aufschrift „Bildung statt Bomben“ und „Berlin statt Front“ hochzuhalten.

Nach Angaben der Organisatoren gab es 5.000 Demonstranten.

In der nördlichen Stadt Hamburg gingen nach Angaben der Organisatoren rund 6.000 Menschen auf die Straße, die Polizei zählte rund 2.300 Teilnehmer.

Die Proteste waren nicht die erste bundesweite Aktion gegen den Wehrdienst.

Anfang März beteiligten sich rund 50.000 Jugendliche an einem Schulstreik gegen die Wehrpflicht und Wehrpflicht aller Art in rund 150 Städten im ganzen Land.

Deutschland hat im vergangenen Jahr sein freiwilliges Wehrdienstprogramm wieder aufgenommen, um als Reaktion auf den russischen Krieg in der Ukraine und neue NATO-Ziele die Truppenstärke zu erhöhen.

Das am 1. Januar in Kraft getretene Gesetz zielt darauf ab, Freiwillige für den Ausbau der Streitkräfte zu rekrutieren.

Werden die Wehrpflichtziele jedoch nicht erreicht, kann das Parlament die Wiedereinführung der Wehrpflicht beschließen.

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