Protest für Zvrnec, Sefa: Bürger fordern Transparenz, was mich enttäuscht hat

Protest für Zvrnec, Sefa: Bürger fordern Transparenz, was mich enttäuscht hat


Seit drei Tagen gibt es in Tirana einen Protest für Zvërnec, bei dem Bürger die Einstellung des Projekts fordern. Der heute Abend im „Quo Vadis“-Studio der Moderatorin Pranvera Borakaj auf Vizion Plus anwesende Wirtschaftsexperte Ergis Sefa erklärte, dass die Bürger wegen mangelnder Transparenz protestieren.

Ihm zufolge ist nicht offiziell bekannt, wer die tatsächlichen Nutznießer des Projekts sind. Sefa wies unterdessen darauf hin, dass ihn der Protest in manchen Punkten enttäuscht habe, etwa bei der Beteiligung kleinerer Parteien, aber auch bei den Aufrufen zum Erhängen oder Beschimpfen und Beleidigungen.

Auszüge aus dem Gespräch:

Sefa: Tatsächlich konzentrieren wir uns auf strategische Investitionen. Wir haben gegen die Konvention verstoßen, denn es hätte mehr Transparenz für diese wirtschaftliche Entwicklung geben müssen.

Boracay: Der Premierminister sagt, er habe noch kein Projekt?

Sefa: Insgesamt handelt es sich bei der Investition um die bisher größte Privatinvestition in Albanien. Bei uns herrscht ein völliger Mangel an Transparenz. Zweitens fehlt in der Öffentlichkeit eine Studie zu den Vorteilen. Es heißt zwar, dass es Arbeitsplätze schaffen wird, aber es wird nicht gesagt, wie, was und auf welche Weise. Drittens ist die Struktur der Gesellschaftsform fraglich.

Boracay: Gibt es ein Gesetz, das die Angabe des wirtschaftlichen Eigentümers vorschreibt?

Sefa: Ja, das tun wir, aber da TRUST niederländisch ist, gibt es ein Kriterium, das möglicherweise auch eine Verschleierung ermöglicht. Diejenigen, die herauskommen, sind die Treuhänder, während die eigentlichen Eigentümer ein längeres Verfahren haben; Ihre Gesetzgebung erlaubt es. Aber der albanische Staat hätte hartnäckiger sein müssen.

Boracay: Wir kennen die wahren Begünstigten nicht?

Sefa: Auf dem Papier wissen wir nicht offiziell, wer es ist.

Boracay: Kommentieren Sie den Protest?

Sefa: Was mich beeindruckt hat, ist, dass sie mit einem eher oppositionellen Geist für Transparenz und gute Regierungsführung protestierten. Was mir nicht gefallen hat, ist die Vermischung kleinerer politischer Kräfte. Das zweite und wichtigste sind Slogans mit persönlichen Beleidigungen oder Aufrufe zu Tod und Erhängung, was mir absurd erscheint. Wir müssen zwischen Protesten für Transparenz unterscheiden.

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