Ungarns neue Regierung unter Ministerpräsident Peter Magyar hat durch einen am Samstag veröffentlichten Regierungserlass die Einreise von Arbeitnehmern aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeschränkt und damit eines seiner Wahlversprechen erfüllt.
Derzeit arbeiten in Ungarn etwa 90.000 Bürger aus Ländern außerhalb der EU, was etwa zwei Prozent der Erwerbsbevölkerung des Landes ausmacht. Die meisten sind in der Batterie- und Automobilindustrie, im Baugewerbe, in der Saisonarbeit in der Landwirtschaft und im Vertriebsdienst tätig.
Ausländische Arbeitskräfte kommen hauptsächlich aus den Philippinen, der Ukraine, China, Vietnam und Indien.
Magyari begründete den Schritt damit, dass er darauf abzielt, die Beschäftigung ungarischer Bürger zu erhöhen und zu verhindern, dass Unternehmen die Löhne durch die Einstellung ausländischer Arbeitskräfte unterbieten.
Nach Angaben von Branchenverbänden und Arbeitgebern herrscht in Ungarn jedoch weiterhin Arbeitskräftemangel in vielen Branchen.
Die Neuregelung sieht vor, dass bestehende Aufenthaltstitel bis zu ihrem Ablauf gültig bleiben, klärt jedoch nicht, ob sie nach Ablauf verlängert werden können.
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