Brüssel plant neue Mission im Libanon, die Sicherheitskräfte unterstützen soll

Brüssel plant neue Mission im Libanon, die Sicherheitskräfte unterstützen soll


Einem von Reuters vorliegenden Dokument zufolge erwägt die EU den Start einer dreijährigen militärischen und politischen Mission im Libanon, um die Sicherheitskräfte des Landes auszubilden und zu beraten.

Der Vorschlag wurde vom diplomatischen Dienst der Europäischen Union nach einer Studie über Möglichkeiten zur Stärkung der inneren Sicherheitskräfte des Libanon ausgearbeitet, mit dem Ziel, der libanesischen Armee zu ermöglichen, sich stärker auf die Entwaffnung der Hisbollah zu konzentrieren.

Die Diskussionen über eine mögliche EU-Mission finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem das Mandat der UN-Interimstruppe im Libanon (UNIFIL) voraussichtlich Ende 2026 ausläuft und danach ein einjähriger Abzugsprozess eingeleitet werden soll.

Laut dem Dokument, das am 17. Juni an die EU-Mitgliedstaaten verteilt wurde, hätte die Mission zunächst ein dreijähriges Mandat und würde die libanesischen Behörden dabei unterstützen, die territoriale Kontrolle und Grenzsicherheit durch erhöhte militärische und polizeiliche Kapazitäten zu stärken.

Das Dokument sieht die Unterstützung von Landgrenzregimenten, mobilen Streitkräften und regionalen Gendarmerieeinheiten sowie die Verbesserung der Aufklärungs-, Überwachungs- und Aufklärungsfähigkeiten vor. Darüber hinaus würde sich die Mission auf die Stärkung der maritimen Sicherheit, des Grenzmanagements und der Hafensicherheit konzentrieren.

Eine solche Mission würde jedoch die Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union erfordern.

Der Vorschlag kommt inmitten einer komplizierten Sicherheitslage im Südlibanon, wo israelische Streitkräfte nach dem jüngsten Konflikt mit der Hisbollah weiterhin präsent sind. Die Kämpfe brachen aus, nachdem die libanesische Gruppe Tage nach den Angriffen der USA und Israels auf Teheran das Feuer auf Israel eröffnet hatte, um den Iran zu unterstützen.

Obwohl der Ende letzter Woche zwischen Israel und der Hisbollah angekündigte Waffenstillstand seit Sonntag weitgehend eingehalten wurde, bleibt die israelische Armee in Teilen des Südlibanon stationiert und argumentiert, dass ihre Präsenz notwendig sei, um nördliche Gebiete Israels vor möglichen Angriffen der Hisbollah zu schützen.

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