Die neue Diaspora-Strategie sieht vor, dass Investitionen statt Rücküberweisungen Priorität haben

Die neue Diaspora-Strategie sieht vor, dass Investitionen statt Rücküberweisungen Priorität haben


Die Regierung beabsichtigt, die Beziehungen zur Diaspora neu zu gestalten und den Schwerpunkt von Überweisungen auf Investitionen, Humankapital und Fachkompetenz zu verlagern.

Die zur Vernehmlassung freigegebene Nationale Strategie für die Diaspora 2026–2030 beschreibt die Diaspora als strategischen Partner für die nachhaltige Entwicklung des Landes und die europäische Integration.

In dem Dokument heißt es, dass die Strategie darauf abziele, „die strategische Partnerschaft zwischen dem albanischen Staat und der albanischen Diaspora zu stärken“. Die Regierung möchte das „wirtschaftliche, berufliche, intellektuelle und kulturelle Potenzial“ der Albaner im Ausland mobilisieren.

Dem Dokument zufolge wird Diaspora nicht mehr nur als Folge von Migration gesehen. Es positioniert sich als „strategischer Entwicklungspartner“ mit einer Rolle für Wirtschaftswachstum, institutionelle Modernisierung und internationale Integration.

Die Strategie identifiziert mehrere Profile der Diaspora. Die erste Generation bezieht sich hauptsächlich auf Überweisungen und Finanzkapital. Transnationale Gemeinschaften werden als wirtschaftliche und kommerzielle Vermittler angesehen. Die zweite und dritte Generation werden für ihren Beitrag zur Innovation, internationalen Vernetzung und Förderung des Images Albaniens erwähnt.

Das Dokument schätzt, dass die albanische Diaspora etwa 2.256.346 Personen außerhalb des Territoriums Albaniens umfasst. Davon sind 1.177.529 Männer und 1.078.817 Frauen. Etwa 77 % der Diaspora gehören der Altersgruppe der 15–64-Jährigen an. Damit befindet sich die Mehrheit von ihnen im aktiven Erwerbsalter.

Die Strategie verknüpft dieses demografische Profil mit dem Potenzial für den Transfer von Wissen, Fähigkeiten und Investitionen nach Albanien. Die Regierung sieht spezielle Finanzinstrumente, Anreizsysteme und öffentlich-private Partnerschaften vor. Ziel ist es, dass die Diaspora als Brücke zwischen Albanien und den globalen Märkten dient. Das Dokument erwähnt auch die Verbindung mit Innovationsökosystemen und internationalen Netzwerken./Monitor.al/

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