Der Zoll kassiert 66 Millionen ALL, vergibt weitere 168 Millionen ALL. Wer profitiert bis zum 31. Dezember?

Der Zoll kassiert 66 Millionen ALL, vergibt weitere 168 Millionen ALL. Wer profitiert bis zum 31. Dezember?


Die Zollverwaltung hat die erste Phase der Umsetzung des sogenannten „Amnestiegesetzes“ mit konkreten Ergebnissen nach Ablauf der Frist am 30. Juni 2026 abgeschlossen.

In diesem Zeitraum wurden die Verfahren für 260 Begünstigte abgeschlossen. Unternehmen, die fristgerecht 50 % der Hauptverbindlichkeiten für den Zeitraum 2015–2019 zurückgezahlt haben, profitierten vom Erlass von 50 % der verbleibenden Verbindlichkeiten sowie von der vollständigen Streichung von Verzugszinsen.

Durch die Umsetzung dieser Bestimmung wurden rund 168,6 Millionen ALL-Verpflichtungen erloschen, während 66,1 Millionen ALL in den Staatshaushalt eingesammelt wurden.

Der Prozess endet hier nicht. Unternehmen, die die erste Option nicht in Anspruch genommen haben, haben noch ein Zeitfenster bis zum 31. Dezember 2026, in dem die Zahlung von 75 % der Hauptschuld zum Erlass der verbleibenden 25 % und zur vollständigen Streichung von Bußgeldern und Verzugszinsen führt, eine Bedingung, die weniger günstig ist als die erste, was die progressive Logik des Gesetzes zeigt: Je früher die Zahlung erfolgt, desto größer der Vorteil.

Gleichzeitig wurde die automatische Aufhebung der bis zum 31. Dezember 2014 entstandenen Verpflichtungen mit 264 abgeschlossenen Fällen und einem Wert von 505,5 Mio. ALL fortgesetzt.

Insgesamt deuten die Zahlen auf einen Versuch der Regierung hin, das alte Portfolio an Zollschulden zu bereinigen, indem sie die Formalisierung und sofortige Einziehung auf Kosten eines kurzfristigen Einnahmeverlusts fördert.

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