Sollte man die weiße Schicht einer Orange essen?

Sollte man die weiße Schicht einer Orange essen?


Beim Verzehr einer Orange entfernen viele Menschen die weiße Schicht unter der Schale, die als Mark oder Albedo bezeichnet wird, meist wegen des bitteren Geschmacks oder des unansehnlichen Aussehens. Experten warnen jedoch davor, dass Ihnen viele Nährstoffe entgehen, wenn Sie diese Portion wegwerfen.

Die weiße Schicht ist reich an Ballaststoffen, Vitamin C und Antioxidantien und kann die Verdauung verbessern, den Cholesterinspiegel senken und zur Kontrolle des Blutzuckers beitragen.

Was ist die weiße Schicht auf einer Orange?

Die weiße Schicht direkt unter der Kruste und zwischen den Scheiben wird Albedo genannt. Es macht etwa 25 % einer Orange aus und besteht aus Ballaststoffen wie Zellulose und Pektin. Dieser Teil kommt nicht nur in Orange vor, sondern auch in anderen Zitrusfrüchten, Zitrone, Grapefruit und Pampelmuse. Obwohl es bitter und schwammig ist, weisen Experten darauf hin, dass es viele nützliche Nährstoffe enthält.

Warum sollte man es essen?

Ernährungswissenschaftler erklären, dass der weiße Teil einer Orange oft nährstoffreicher ist als das saftige Fruchtfleisch selbst. Der Verzehr des Marks liefert zusätzliche Ballaststoffe, Antioxidantien und Vitamin C, sodass Ihr Körper mehr Nährstoffe aus derselben Orange erhält.

Albedo enthält lösliche und unlösliche Ballaststoffe. Unlösliche Ballaststoffe unterstützen die Verdauung und erleichtern den Stuhlgang, während lösliche Ballaststoffe wie Pektin zur Senkung des Cholesterinspiegels und zur Kontrolle des Blutzuckers beitragen, da sie die Aufnahme von Glukose verlangsamen.

Antioxidantien und Vitamine

Die weiße Schicht ist reich an Flavonoiden wie Hesperidin und Carotinoiden wie Beta-Carotin, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Hesperidin kann die Herzgesundheit verbessern, während Beta-Carotin die Augen schützt und das Risiko bestimmter Krankheiten verringern kann. Mark enthält außerdem Vitamin C und Kalium, die zusätzlich zur Gesundheit des Immunsystems und zur Regulierung des Blutdrucks beitragen.

Der Hauptnachteil ist der bittere Geschmack, insbesondere in Kombination mit süßem Orangenmark. Es besteht auch die Gefahr von Pestiziden, da diese sich häufig in der Rinde und im weißen Fell anreichern. Das Waschen oder Schälen der Rinde reduziert die Menge an Pestiziden, das Mark kann jedoch noch kleine Rückstände enthalten.

Soll man essen oder nicht?

Sie müssen das Mark nicht essen, um die ernährungsphysiologischen Vorteile einer Orange zu nutzen. Die Haut hat einen beträchtlichen Wert, aber wenn Ihnen die Bitterkeit nichts ausmacht, ist das Mark eine großartige Möglichkeit, Ihre Ballaststoff- und Antioxidantienaufnahme zu erhöhen.

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