Sollen wir die Feiertage heute buchen oder abwarten, was der Krieg bringt? Expertenantworten bei QUO VADIS

Sollen wir die Feiertage heute buchen oder abwarten, was der Krieg bringt? Expertenantworten bei QUO VADIS


Geopolitische Entwicklungen und Spannungen im Nahen Osten haben zu großer Unsicherheit auf dem Tourismusmarkt geführt und Urlauber vor ein großes Dilemma gestellt: Sollen sie jetzt buchen oder warten?

Der Tourismusexperte Luan Dervishaj erklärt im QUO VADIS-Studio in Vizion Plus, dass die aktuelle Situation unvorhersehbar ist und jede Entscheidung sorgfältig getroffen werden muss, indem Trends und Marktbewegungen analysiert werden.

Laut Dervishaj buchen Touristen, die in organisierten Gruppen reisen, in der Regel frühzeitig und sind von den jüngsten Entwicklungen weniger betroffen, da ihre Pläne strukturiert sind.

Zuletzt-Minute-Buchungen seien flexibler und könnten sofort auf Situationen wie Konflikte oder Krisen reagieren, fügte er hinzu.

Er sagte, es bestehe auch die Notwendigkeit, Touristenströme aus Konfliktgebieten in andere, sicherere Ziele zu verlagern.

Dervishaj warnt jedoch davor, dass Albanien über begrenzte Kapazitäten verfügt und einen großen Teil dieser Zuflüsse nicht aufnehmen kann, insbesondere da es an einer entwickelten Infrastruktur und Angeboten mit hohem Standard mangelt.

„Im Tourismusbereich müssen wir immer die von uns angebotenen Produkte und die Kategorien berücksichtigen, in denen wir wettbewerbsfähig oder austauschbar sein können. Wir können Reiseziele wie Dubai für den Luxustourismus nicht ersetzen, genauso wie wir Fünf-Sterne-All-Inclusive-Hotels in der Türkei nicht ersetzen können, es sei denn, wir besitzen Strukturen dieser Kategorie.“

Durch Gruppen organisierte Touristenströme benötigen eigene Zeit für die Neuorganisation und Vorreservierung, während Zuletzt-Minute-Reservierungen in der Regel individuell erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt bleibt die Situation sehr unvorhersehbar. Wenn beispielsweise der Krieg in einem Monat endet und sich die Situation stabilisiert, werden die Menschen wieder zuversichtlich sein und wieder auf Zuletzt-Minute-Buchungen in diesen Reisezielen zurückgreifen.

Es wird davon ausgegangen, dass es sich um einen sehr großen Zustrom von etwa 100 bis 200 Millionen Touristen in arabische Länder handelt, der in andere Länder umgelenkt werden kann. Unser potenzieller Anteil an der Aufnahme dieses Stroms ist jedoch begrenzt, und wenn die negativen Auswirkungen der Schifffahrt anhalten, könnten sie die Vorteile ausgleichen. Die Auswirkungen können also moderat sein, entweder positiv oder negativ. Der Tourismus muss kontinuierlich überwacht werden, denn eine heute durchgeführte Analyse kann nicht nach einer Woche als selbstverständlich angesehen werden.“ sagte der Tourismusexperte Luan Dervishaj.

/vizionplus.tv

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