Die Mitgliedsländer der Europäischen Union haben Bulgarien und Rumänien den Weg geebnet, ab Anfang nächsten Jahres Vollmitglieder der Schengen-Freizügigkeitszone zu werden.
„Es ist ein historischer Moment, dass wir Bulgarien und Rumänien endlich willkommen heißen“, sagte der ungarische Innenminister Sandor Pinter, dessen Land derzeit die Präsidentschaft des europäischen Blocks innehat.
Bulgarien und Rumänien, beide EU-Mitgliedstaaten seit 2007, sind seit März teilweise in die Freizügigkeitszone integriert und dürfen nur den Luft- und Seeverkehr ohne Grenzkontrollen durchführen.
Österreich hatte die vollständige Aufnahme dieser Länder in den Schengen-Raum mit der Begründung, es gebe Bedenken hinsichtlich der Migration, verweigert.
Allerdings teilte Wien am Montag mit, dass es beim Ministertreffen am Donnerstagmorgen kein Veto einlegen werde, so dass die beiden Länder ab 1. Jänner 2025 Vollmitglieder sein werden.
Bukarest und Sofia haben alle von Brüssel im Jahr 2010 festgelegten technischen Kriterien erfüllt, aber sie haben mehr als ein Jahrzehnt darauf gewartet, Teil von Schengen zu werden, da einige Länder seit Jahren dagegen sind.
Österreich gab sein Veto erst auf, nachdem die drei Länder das „Grenzschutzpaket“ unterzeichnet hatten.
Das Abkommen sieht einen gemeinsamen Einsatz von Grenzschutzbeamten an der bulgarisch-türkischen Grenze sowie vorübergehende Grenzkontrollen auf Landwegen für einen Zeitraum von sechs Monaten vor.
Der 1985 gegründete Schengen-Raum besteht aus 29 Ländern – 25 der 27 Länder des europäischen Blocks sowie der Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein.
Dies ist das größte Gebiet der Welt ohne Binnengrenzkontrollen.
Mehr als 400 Millionen Menschen können darin frei reisen.
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