Was treibt Menschen dazu, Extremsport zu betreiben?!

Was treibt Menschen dazu, Extremsport zu betreiben?!


Springen, Freeclimbing, Surfen und Downhill-Mountainbiken sind nur einige der vielen Extremsportarten, die in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen haben.

Schätzungen zufolge betreiben weltweit rund 490 Millionen Menschen eine dieser Sportarten.

Aber warum sind Menschen so daran interessiert, sich aus Leidenschaft oder dem Bedürfnis, etwas anderes zu fühlen, bis zum Äußersten zu treiben?

Dr. Odette Hornby, Doktorandin in Sportpsychologie an der University of South Wales und selbst Kletterin, fragte sich, ob es komplexere Gründe gibt, warum manche Menschen das Adrenalin und den Nervenkitzel dieser Extremsportarten suchen, die sie sogar das Leben kosten können.

„Mehrere Studien haben Faktoren wie Persönlichkeit, Motivation und sogar Neurobiologie als eine Rolle identifiziert.“

„Aber es bleibt unklar, welche davon Menschen konsequent dazu bewegen, Hochrisikosportarten auszuüben“, sagt Hornby.

Link: Naturverbundenheit und Unbeschwertheit nennen Teilnehmer oft als Gründe, warum sie Extremsportarten mögen. Viele empfinden auch ein tiefes Zugehörigkeitsgefühl zur Extremsport-Community und werden von dem Wunsch angetrieben, ihre persönlichen Grenzen zu überschreiten.

Persönlichkeit: Während manche Menschen sich wirklich zum Nervenkitzel hingezogen fühlen, nutzen viele Extremsportarten als Mittel, um schwierige Emotionen zu regulieren.

Dies gilt insbesondere für diejenigen, die unter Alexithymie leiden, d. h. Menschen haben Schwierigkeiten, ihre Gefühle zu erkennen und auszudrücken.

Ziel: Der Wunsch nach Erfolg spielt eine große Rolle dabei, warum Menschen Extremsport betreiben.

In diesem Sinne unterscheidet sich die Teilnahme an Extremsportarten nicht von der Teilnahme an konventionelleren Sportarten. Das Setzen von Zielen stärkte das Selbstvertrauen vieler Teilnehmer und half ihnen, Herausforderungen zu meistern.

Risikomanagement: Wer Extremsportarten bevorzugt, kann als Experte für Krisenmanagement gelten und genießt den Nervenkitzel, gefährliche Situationen zu meistern, anstatt sie zu meiden.

Sucht fördern: Einige Teilnehmer zeigen ein suchterzeugendes Verhalten und erleben Stimmungsschwankungen, wenn sie nicht der Extremsportart ihrer Wahl nachgehen. Dadurch kann ein starker Wunsch nach Rückkehr entstehen, der ein wenig an Entzugserscheinungen erinnert.

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